Mittwoch, Oktober 27, 2004

Der US Supreme Court und die Wahl

Durfte der US Supreme Court die letzte Präsidentschaftswahl noch direkt entscheiden, so wird er diesmal zumindest mittelbar starken Einfluss auf den Ausgang der Wahl haben. Die Nachricht der Schildrüsenkrebserkrankung des Vorsitzenden Richters des US Supreme Court William Rehnquist, brachte vielen Amerikanern schlagartig ins Bewusstsein zurück, was sie zwar eigentlich wissen, aber verdrängt hatten: Am 2. November, wenn ein neuer Präsident gewählt wird, entscheidet sich auch, welche Mehrheit künftig den Supreme Court beherrscht. Es wird fest damit gerechnet, dass mindestens drei der neun auf Lebenszeit vom Präsidenten ernannten Richter innerhalb der nächsten Legislaturperiode aus Altersgründen zurücktreten werden und der zukünftige Präsident damit die Chance hat, die Zusammensetzung des momentan gemäßigt konservativen Gerichts für lange Zeit zu bestimmen. Wie dies im Fall von George W. Bush aussehen würde, der nebenbei bemerkt, für eine gleichberechtigte Lehre der biblischen Schöpfungsgeschichte neben der Evolutionstheorie an Schulen eintritt, ist wohl absehbar.

Der ganze Bericht beim Tagesspiegel.

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