Donnerstag, Oktober 28, 2004

Studentischer Arbeitseifer

Wer dem Märchen glauben schenkt, der studentische Arbeitstag beginne nie vor 12 Uhr mittags und dann meist mit einem ausgiebigen Frühstück in einem Prenzlberg Cafe, der ist ein Narr, der sich eines besseren belehren lassen sollte. Die beste Möglichkeit sich vom Gegenteil zu überzeugen, ist wochentags von 09.30 Uhr bis 10.15 Uhr am Heidelberger Platz. Dort steigen studentische Mittebewohner von der Ringbahn in den "FU Zubringer". Und nicht zu wenige! Gestern waren es so viele, dass ich volle 45 min warten musste, um endlich einen Platz in einer U-Bahn zu bekommen. Und mit mir einige hundert Kommilitonen. Dementsprechend aufgeheizt war die Stimmung. Bester Nährboden für revolutionäre Bestrebungen. Ich war drauf und dran "wir sind das Volk" zu skandieren, oder mich auf einer Bank als die Lösung des Problems anzubieten und mich vom Pöbel zum Monarchen krönen zu lassen. Aber was soll´s. Heute um 08.30 Uhr gab es zwar keinen revolutionären Nährboden, aber es war auch schon erstaunlich voll. Fazit: Es wächst eine neue, heiße und erfolgshungrige Generation von Studenten heran. Deutschland wir kommen!

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