Samstag, November 06, 2004

Runen-Marke "Thor Steinar" in Brandenburg "verboten"

Die Staatsanwaltschaft Brandenburg geht neuerdings mit der ganzen Härte des Gesetzes gegen Träger der, wohl besonders in Skinhead-Kreisen beliebten, Kleidermarke "Thor Steinar" vor.
"Das Logo der Bekleidungsmarke ,Thor Steinar' ist als ein Kennzeichen zu behandeln, das dem einer ehemaligen national-sozialistischen Organisation zum Verwechseln ähnlich ist"
und deshalb stehe das Tragen dieser Kleidungsstücke laut Staatsanwaltschaft Neuruppin auch unter Strafe. Eine natürlich nicht unumstrittene Rechtsauffassung. Dennoch: Vor dem AG Prenzlau wurde schon ein rechtskräftiger Strafbefehl gegen einen 23jährigen "Delinquenten" von 30 Tagessätzen a 10 Euro verhängt. 2 weitere Verfahren seien anhängig. Die Produzenten der Marke waschen ihre Hände in Unschuld und ziehen sich darauf zurück eine "Lifestyle Marke" zu produzieren und sich ihre Kunden nicht aussuchen zu können. Das Zentrum demokratische Kultur in Berlin bemerkt eine neue Prägung der Jugendkultur in bestimmten Regionen: Weg vom Glatzen Image hin zum "Lifestyle-Look Thor Steinar".
Für mich klingt das stark nach Kapitulation des Staates in Sachen Jugendpolitik. Ein "Kleiderverbot" ändert an der Gesinnung des Trägers auch nichts mehr- im Gegenteil- Märtyrer vor dem AG Prenzlau...

Die ganze Story in der Berliner Zeitung.

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