Mittwoch, Mai 11, 2005

McDonalds zahlt 10.000 Euro Strafe wegen Werbung

Ein Sieg des David gegen Goliath im Wirtschaftsleben. So bezeichnet die Berliner Zeitung die Zahlung einer Vertragsstrafe von McDonalds in Höhe von 10.000 Euro an die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch. Schädlich sei weniger die Summe, als der zu erwartende Imageschaden für das Unternehmen. Stein des Anstoßes war eine Werbung, in der McDonalds behauptete, ausschließlich "natürliche Backhilfen" zu verwenden. Schwer vorstellbar, dass die McDonalds Brötchen so rein, wie "Omis hausgebackene" sind. Dem ist auch nicht so, denn McDonalds verwendet so genannte Emulgatoren, die bei Omi üblicherweise nicht im Küchenregal stehen. McDonalds gab eine Unterlassungserklärung ab, korrigierte aber die Formulierung nicht in allen Webauftritten. Foodwatch zeigte sich hartnäckig, denn:
"Mit den Begriffen natürlich und rein dürfen Nahrungsmittelkonzerne in der
Werbung kein Schindluder betreiben",
so Foodwatch-Chef Bode. Die Wichtigkeit dieser Begriffe für den Hausmann oder die Hausfrau ist aus der Waschmittelwerbung ja bereits hinlänglich bekannt.

Mehr in der Berliner Zeitung.

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