Samstag, Juni 18, 2005

GmbH vs. Ltd.

Die Anwälte Rodegra und Buth versuchen im Tagesspiegel, den Hype um die Ltd. etwas zu dämpfen:
In den Briefkästen deutscher Geschäftsleute finden sich seit Monaten immer öfter Informationsschriften über die Vorteile einer Unternehmensgründung im Ausland.

Provozierend wird darin nahe gelegt, ein künftiges Unternehmen nicht umständlich
als GmbH oder GmbH & Co. KG zu führen, sondern stattdessen zeitgemäß eine
„Limited“ nach englischem Recht zu gründen. Doch diese Alternative zur GmbH ist
nicht für jeden Unternehmer richtig.
Es wird auch auf die geplante Herabsetzung des Mindestkapitals für eine GmbH-Gründung auf 10.000 Euro hingewiesen. Der europäische Wettbewerb der Gesellschaftsformen scheint also - dem EuGH sei Dank - in vollem Gange, wobei natürlich auch die heimischen Rechtsdienstleister ein Interesse an der Wettbewerbsfähigkeit der GmbH haben, schließlich stehen ihre Beurkundungshonorare auf dem Spiel. Letztlich wird über den Sinn oder Unsinn der Ltd. in Deutschland wohl der Markt entscheiden.

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