Freitag, August 26, 2005

Ein Gericht wägt ab...

Was für ein passender Abschluss eines Tages, an dem ich mich mit der Abwägung im Baurecht befasst habe. Die BauNVO lässt in Wohngebieten nur sehr wenig zu.
"Wir Eltern bewegen uns ja schon in Richtung einer gesellschaftlichen Randgruppe."
Ganz falsch ist das sicherlich nicht.
Im Verfahren wurde ein Gutachter beauftragt, der den Lärm in den Grundstücken der Kläger gemessen hatte. Bei den Messungen konnte aber nicht geklärt werden, wie groß der Lärm ist, der von den Kindern ausgeht, und der, der von der benachbarten 4-spurigen Rennbahnstraße ausgeht, die hinter den Häusern verläuft.
Klingt zunächst hart und unverständlich. Aber zumindest nach dem Artikel:
Szenenwechsel - nur vier Meter entfernt nimmt Vera Witthöft, eine der beiden Familien, die geklagt haben, im Wohnzimmer Platz. Die Terrassentür ist geschlossen, trotzdem dringt Kindergeschrei durch den Raum, aber kaum Straßenlärm. In der Tat, es ist laut bei Familie Witthöft. "Wir haben doch ursprünglich sogar zugestimmt, daß der Kindergarten eingerichtet wird", sagt sie. Das habe ihnen schon Ärger mit den anderen Nachbarn eingebracht. "Aber verabredet waren 20 Kinder und nur vormittags. Dann wurde auf 56 Kinder erweitert." Das Bezirksamt habe "zurückgeschraubt" auf 40 Kinder bis 14 Uhr. Bei schönem Wetter seien die Kinder die ganze Zeit draußen, hinzu komme der Autolärm, wenn die Eltern sie morgens bringen und nachmittags abholen.
Da hilft wohl wirklich nur eine Ortsbesichtigung.

Mehr in der Welt.

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