Mittwoch, September 07, 2005

Frauen IV: Existentialismus

Nicht nur die Grenzen des Anstands gegenüber dem Autor, sondern auch des UPR haben Regisseure überschritten, die das Theaterstück "Warten auf Godot" gegen den Willen von Samuel Beckett mit weiblichen Schauspielern besetzt hatten. Während ein französisches Gericht hierin mit Recht eine klare Verletzung des droit moral erblickte, glaubte ein niederländischer Richter, es besser als Beckett zu wissen, und wies dessen Klage mit der Begründung ab, das existentialistische, allgemein-menschliche Problem lasse sich genausogut von Frauen darstellen.
Haimo Schack, Urheberrecht, 2. A., Rn. 354

Dazu Wahlhelfer Friedrich Nietzsche:
Man liebt zuletzt seine Begierde, und nicht das Begehrte.

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