Dienstag, September 06, 2005

Freispruchplädoyer für Türck

Im Vergewaltigungsprozess gegen TV-Moderator Andreas Türck hat die Staatsanwaltschaft heute Freispruch beantragt. Staatsanwalt Wilhelm Möllers äußerte "erhebliche Zweifel" an der Glaubhaftigkeit der Aussage des Opfers.
Die Vertreterin des Opfers, letzteres auch Nebenklägerin, beantragte einen Schuldspruch.

Damit neigt sich ein seltsames, allseitig nachteilhaftes und mE. unnötiges Verfahren dem Ende zu.
Selbst diese Erkenntnis hat ein großes Boulevardblatt noch zur peinlichen Personalie hochgejazzt:
Die schöne Staatsanwältin Nadja Niesen, die den Prozeß gegen Türck geführt hatte, schwieg. Für sie kapitulierte um 10.37 Uhr ihr Kollege Wilhelm Möllers.
Dort auch gleich mal ein Photo der Nebenklägerin ohne Balken. Wahrscheinlich ist sie jetzt Persönlichkeit der ganz eigenen Bild-Zeitgeschichte. Zum Glück sorgt sich das gleiche Blatt voll Anteilnahme um das Seelenheil der Nebenklägerin:
Katharina B., die so zerbrechlich wirkt, ist eine gebrochene Frau. Sie hätte – Schuld hin, Schuld her – wenigstens verdient, daß man nicht noch mal in den Wunden ihrer Seele bohrt.

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