Sonntag, September 25, 2005

Grundrechtsgeburtstag

§ 24. Wo aber Unsere, auch der Churfürsten, Fürsten und Stände Unterthanen der alten Religion oder Augspurgischen Confession anhängig, von solcher ihrer Religion wegen aus Unsern, auch der Churfürsten, Fürsten und Ständen des H. Reichs Landen, Fürstenthumen, Städten oder Flecken mit ihren Weib und Kindern an andere Orte ziehen und sich nieder thun wolten, denen soll solcher Ab- und Zuzug, auch Verkauffung ihrer Haab und Güter gegen zimlichen, billigen Abtrag der Leibeigenschafft und Nachsteuer, wie es jedes Orts von Alters anhero üblichen, herbracht und gehalten worden ist, unverhindert männiglichs zugelassen und bewilligt, auch an ihren Ehren und Pflichten allerding unentgolten seyn.
Doch soll den Oberkeiten an ihren Gerechtigkeiten und Herkommen der Leibeigenen halben, dieselbigen ledig zu zehlen oder nicht, hiedurch nichts abgebrochen oder benommen seyn.
Das erste Deutschengrundrecht, das ius emigrandi, wurde heute vor 450 Jahren verbrieft. Zum ius reformandi sollte es erst wesentlich später reichen.
Der lesenswerte Aufsatz von Dr. Dorothea Wendebourg in der faz ist leider nur für Abonnenten frei.

...jurabilis!-Methode:

Lesen Sie den vollen Text. Der Augsburger Reichsabschied.

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