Donnerstag, September 29, 2005

LAG Nürnberg: Völlig überdimensionierte Unterschrift unter Arbeitszeugnis ist unzulässig

Eine vom Arbeitgeber im Arbeitszeugnis verwendete überdimensionierte (14,5 cm
breit und 10 cm hoch!!!- Anmerkung vom Verfasser hinzugefügt), im Wesentlichen
aus bloßen Auf- und Abwärtslinien bestehende Unterschrift ist nicht
ordnungsgemäß.
So urteilte das LAG Nürnberg in einem Beschluss vom 03. August 2005.

Der Arbeitgeber sah sich dadurch allerdings in seinem allgemeinen Persönlichkeitsrecht verletzt und argumentierte er habe die Freiheit, jederzeit seine Unterschrift zu ändern, die Größe der Unterschrift sei ohne Bedeutung, zumal er beabsichtige, die zuletzt beanstandete Unterschrift zukünftig immer dann zu verwenden, wenn die Maße der zu unterzeichnenden Urkunde eine entsprechend große Unterschrift zuließen.

Schon im Vorfeld war es zwischen den Beteiligten zu Streitigkeiten gekommen: Das zuvor vom Beklagten erstelltes Zeugnis war mit einer Unterschrift versehen, die nach ihrem Erscheinungsbild von einem Kind stammte.

Ohne Worte!

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