Mittwoch, September 14, 2005

Wer fragt, kriegt Antwort

Im Wahllokal Neustadt adW. wird man am Sonntag bei der Auszählung der Briefwahlstimmen einen Briefumschlag mit australischen Briefmarken suchen und dann mit einem schönen Schoppen Gimmeldinger Meerspinne auf die geheime Wahl anstoßen.
Diesem besonders schönen Wahlhelferumtrunk liegt folgender Sachverhalt zugrunde (der wahrscheinlich auch schon beim VG Neustadt für ... Kopfschmerzen gesorgt hat):
Der Antragsteller befindet sich seit März 2005 in Australien. Am 30.08.2005 hatte er beantragt, im Wege der Briefwahl wählen zu dürfen. Wahlschein und Briefwahlunterlagen wurden noch am selben Tag antragsgemäß seinem in Deutschland lebenden Vater ausgehändigt. Dieser stellte am 01.09.2005 den Antrag, für seinen Sohn den Stimmzettel und den Wahlschein ausfüllen zu dürfen, weil eine persönliche Briefwahl von Australien aus nicht mehr mit vertretbarem Aufwand rechtzeitig erfolgen könne. Die Behörde lehnte den Antrag ab, weshalb sich der Antragsteller an das Verwaltungsgericht wandte.
Lenin soll während seiner Zugfahrt im verplompten Eisenbahnwaggon durch Deutschland gelästert haben, die Deutschen würden wohl vor der Revolution noch eine Bahnsteigkarte lösen.
...jurabilis rät: Beschwerdefrist voll ausreizen, dann Wahl anfechten. Und nächstes Mal die Unterlagen einfach früher beantragen.
(via beck.de)

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