Montag, Oktober 31, 2005

Hochstapler in der Staatsanwaltschaft

Der Tagesspiegel berichtet heute von dem Hamburger Mark Müller, der als vermeintlicher Topjurist seine "Referendar-Station" in der Staatsanwaltschafz Itzehoe absolvierte und dafür von seinem Ausbilder ein Prädikatszeugnis erhielt. Ein juristisches Seminar habe er noch nie von innen gesehen. Seine Vorbereitung für die Sitzungsvertretung: "Ein bisschen im Strafrecht blättern...". Auch eine Möglichkeit...

Nebenher habe er als Korrekturassistent an der Uni Hamburg gejobbt. O-Ton: "Ich habe immer zu gute Noten gegeben, da wurde mir nahegelgt den Job aufzugeben". Das wiederum scheint mir recht unglaubwürdig. Seit wann wird in Hamburg gute Benotung kritisiert?

Als sich Müller dann jedoch bei der Uni Hamburg als Doktorand beworb, flog der Schwindel auf. Schade - vielleicht hätte er es sonst bis zum BVerfG geschafft.

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