Donnerstag, Januar 19, 2006

Richter mit Humor

Folgendes habe ich gerade in einem Urteil des VG Berlin vom 24. Januar 2002 (Az: 11 A 125.02) entdeckt:
Die Darstellung in der Klagebegründung hat der Kläger offensichtlich frei erfunden, wie ein Vergleich mit dem Vortrag seiner Begleiterin in ihrer schriftlichen Zeugenerklärung ergibt. Hiernach waren der Kläger und seine Bekannte auf einem Spaziergang, der kaum die Darstellung in der Klageschrift, der Kläger habe sich in extremer Zeitnot befunden, begründen dürfte. Außerdem ist der Kläger bisher jede Erklärung dafür schuldig geblieben, wie er bei einer Entfernung, die er im Verwaltungsverfahren mit einer Luftlinie von 2000 Metern angegeben hat, und die in einer Großstadt über das Straßennetz mindestens die doppelte Entfernung ergeben würde, in zwei Minuten bei seinem Fahrzeug erscheinen wollte. Dies hätte zu Fuß mit einer Geschwindigkeit von 60 km/h geschehen müssen, womit die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h innerhalb geschlossener Ortschaften überschritten worden wäre.

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