Mittwoch, Januar 19, 2005

Fotolehrgang im Internet

Dieser umfangreiche Fotolehrgang im Internet von Tom Striewisch ist nun auch als Buch erschienen. So macht das Spaß: jeder kann sich im Netz einen eigenen Eindruck vom Inhalt des Werks machen und wird dann - bei echtem Interesse - gerne den Preis dafür bezahlen, den Kurs im Liegenstuhl in der Strandbar verschlingen zu dürfen.

Bildbearbeitung: PhotoFiltre 6.0.2

Das Freeware-Programm PhotoFiltre 6.0.2 ist eine wunderbare Alternative zum teuren Photoshop (erst recht natürlich zu beim Kamerakauf mitgelieferten Programmen wie Arcsofts PhotoImpression). Das Programm (für das auch eine deutsche Sprachversion angeboten wird) kommt bereits mit vielen Filtern ins Haus und kann mit zahlreichen Plug-Ins aufgebohrt werden. Die User-Community scheint groß genug zu sein (siehe auch das frankophone Forum), so dass viele Plug-Ins von begeisterten Usern geschrieben werden. So soll es sein.

Ixus, sweet Ixus

Die kostbare Ixus ist nun endlich da, der niedliche Akku ist aufgeladen, die protzige 512-MB-Karte (zum Preis einer 128-MB-Karte im TV-Shopping) ist drin und ein Ausschnitt der heimischen Bibliothek ist bereits fotografiert. Ich habe ab heute Mitleid mit allen, die keine Ixus haben ;-)

Die Verarbeitung der Kamera ist bekanntlich unerreicht gut, die Benutzerführung ist durchdacht, der Video-Modus ist eine Wucht und die optische Güte des hochbrechenden Objektivs (3-fach optischer Zoom) kann durchaus überzeugen. Einziger Wehrmutstropfen bleibt, dass die Original-Ledertasche so teuer ist und ich deshalb bei einem russischen Speicherkartenhändler in der Torstraße eine no-name-Tasche erwerben musste :-)

PS: Braucht jemand eine 16-MB-SD-Karte von Canon, unbenutzt und original verpackt? Im TV-Home-Shopping würde diese Karte noch einen sehr guten Preis erzielen ...

Aufwärtstrend

Nach den Einbrüchen an Weihnachten und Silvester scheint das fleißige Publizieren seit Jahresbeginn Früchte zu tragen. Die absoluten Zahlen sind dabei wenig bedeutsam: Ziel ist es weiterhin, fruchtbare Diskussionen in den Kommentaren hinzubekommen :-)


Wikipedia "Digest" auf Papier

Der Verlag Thomas R. Koll bietet in Zukunft den bisher nur online abrufbaren "Digest" auch auf Papier an (Heise):
Nachdem der WikiReader Digest seit Juli 2004 ganz ordentlich läuft und über 800 Leser sich jede Woche das PDF herunterladen und lesen, wird es Zeit für eine Print-Ausgabe um auch das Medium Papier zu erschließen weil ja nicht jeder gerne einen langen Text am Computerschirm liest.

Google, MSN und Yahoo: gemeinsam gegen Kommentarspam

Google will mit einer technischen Lösung dem so genannten Kommentarspam in Blogs und Gästebüchern das Wasser abgraben: Links, die jeder Internetnutzer posten kann, sollen künftig von Suchmaschinen beim Berechnen der Link-Popularität nicht mehr beachtet werden. Technisch wird das möglich durch die von der Blog-Software vorgenommene Ergänzung des Link-Tags um das Attribut:
rel="nofollow"
Der von Google und der Google-Tochter Blogger.com angestoßenenen Initiative schlossen sich auch wichtige Konkurrenten an. Die Suchmaschinen MSN Search und Yahoo wollen die mit dem Attribut gekennzeichneten Links ebenfalls ignorieren.

Meldung bei heise online

Opferschutz vor Täterschutz

Nachdem die durch die Ergreifung des mutmaßlichen Mörders von Mosi ausgelöste Diskussion über die Erweiterung der Erhebung und Speicherung von genetischen Daten inzwischen fast eine Woche alt ist, zeigen sich die üblichen Fronten und Argumente.

Während die Justizminister von Berlin, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein eine weiter ausgedehnte Speicherung von genetischen Fingerabdrücken kategorisch ablehnen und darin vom Vorsitzenden des Richterbundes unterstützt werden, preschen die üblichen Verdächtigen Bayern, Hessen und Niedersachsen voran und unterstützen Schily.

Der CSU-Generalsekretär Markus Söder, der wohl auch hin und wieder nachdenken kann, fordert, dass bei jeder Einleitung eines Ermittlungsverfahrens ein genetischer Fingerabdruck gespeichert werden solle. Er begründet dies mal wieder mit dem Schutz von Opfern von Vergewaltigung und Kindesmissbrauch. Wer dies ablehne mache sich zum virtuellen Komplizen von Vergewaltigern. Und der Mann ist Jurist.

Mehr zum Streitstand bei Spiegel Online.

Dienstag, Januar 18, 2005

Zinsrechner

An diesem Zinsrechner gefällt mir, dass man die Berechnung über einen längeren Zeitraum und mit dynamischem Zinssatz vornehmen lassen kann. Genau das, was man für Verzugs- oder Prozesszinsberechnungen benötigt.

Das erspart einem das lästige Wühlen in historischen Basiszinssatztabellen. Sowas macht eher BWLern Spaß.

Kantinen in Berlin

Auf vielfachen Wunsch habe ich jetzt einmal eine kleine Seite über ein paar Berliner Kantinen geschrieben, die allerdings noch fleißiger Ergänzung bedarf. Für Vorschläge bin ich ebenso offen wie für Kritik.

Der Rest der GastroTips wird dann auch bald ergänzt werden. Auch hier bin ich auf Feedback und Hinweise der Leserschaft angewiesen.

Kostenlose Bildverwaltung Picasa 2

Google hat eine neue Version der Bildverwaltungssoftware Picasa vorgestellt. Das Programm Picasa2 durchsucht beim Start die Festplatte nach Bildern und zeigt diese chronologisch geordnet an. Außerdem entfernt das Programm rote Augen oder passt Farbe und Kontrast an. Wichtigste Neuerungen gegenüber der alten Version: Picasa2 unterstützt das Versenden der Bilder per Gmail und vereinfacht das Veröffentlichen auf Blogseiten. Diverse Effekte wie der verschiebbare Focus ermöglichen auch Anfängern die erfolgreiche Nachbearbeitung ihrer Bilder.

[via: heise online]

Bürokraten-Weblog

Habe ich eigentlich schon auf das Weblog "Verwaltet" hingewiesen?

(Das Design zeigt mir, dass Blogger.com in letzter Zeit einiges an neuen Templates anzubieten hat. Soll ich trotzdem bei meinem "handmade design" bleiben?)

Josef Fischer

Der gegenwärtige Außenminister der Bundesrepublik Deutschland hat ganz gewiss eine bewegte Lebensgeschichte mit Höhen und Tiefen zu erzählen. Einige Höhepunkte werden ihm aber auch von unqualifizierten "Journalisten" angedichtet (gefunden beim BILDBlog):

Montag, Januar 17, 2005

Bewertung für Planetopia

Wenn das "Wissensmagazin" für seine absurde Sendung über Weblogs ("Das sind Tagebücher im Internet") auch noch um eine Bewertung nach dem Schulnotenprinzip bittet, soll es sie bekommen. Im Moment stehen sie bei einer satten 5,2 ...

Hier geht's direkt zur Abstimmung.

Creative MuVo TX FM

Den Preis für den schneidigsten Produktnamen gewinnt dieses Gerät zwar nicht, aber die Daten klingen recht gut. Will jemand qualifiziert abraten?

Trojaner in Windows-Media-Dateien - noch ein Problem von DRM

Der Hersteller von Antivirenprodukten Panda Software weist auf zwei Trojaner hin, die sich der neuen DRM-Technik (Digital Rights Management) im Windows Media Player 10 unter XP mit Service Pack 2 bedienen, um Systeme zu infizieren. Bereits Anfang Januar gab es erste Hinweise, dass bestimmte WMV-Dateien beim Abspielen Ad- und Spyware installieren, wie heise meldet.

Service für Senioren

Der Tagesspiegel bietet einen ausgezeichneten Service für die gelangweilten Senioren der Stadt ...

Gerhard Casper, Yale-Absolvent

Als Gerhard Casper am gestrigen Sonntag die Bühne im Berliner Renaissance-Theater betritt, ist es, als sei der Messias der Hochschulwelt erschienen. Für die unter der Politik leidenden, depressiven deutschen Professoren im Parkett kommt der Uni-Star mit den weißen Haaren und dem markanten Gesicht gerade zur rechten Zeit: Vor dem Hintergrund des geplatzten Elite-Programms der Bundesregierung, dem Bund-Länder-Gezerre auf dem Rücken der Hochschulen und stagnierenden Reformen wirkt es wie eine Erlösung, einem smarten (Ex-)Stanford-Präsidenten zuzuhören.
Der Tagesspiegel berichtet

Sonntag, Januar 16, 2005

Weblogger bei Planetopia

Gerade ist der Fernsehbeitrag bei Planetopia über die Fernsehschirme der Republik geflimmert - es kam, wie man es erwarten musste. Morgen fordert dann die BILD-Zeitung eine zentrale Faktenüberprüfungsbehörde für Weblogs. Die könnte dann auch gleich noch als Überprüfungsbehörde für private Telefongespräche dienen. Bei denen weiß man ja auch nie, ob die Informationen stimmen, die man im Rahmen von Telefongesprächen bekommt.

Eigentlich auch ein gutes Thema für eine der nächsten Planetopia-Sendungen. Dann aber hoffentlich auch mit den gleichen blutigen Fratzen im Hintergrund ...

Am besten, ich tausche mich mal schnell im IRC-Chat der deutschen Blogger darüber aus, ob ich mit meiner großen Enttäuschung trotz sehr geringer Erwartungen alleine stehe :-)

Zumindest der schlecht zitierte Schockwellenreiter dürfte wohl zweimal nachdenken, wenn er das nächste Mal um ein Interview gebeten wird (das sollte man ohnehin tun, vor allem wenn Sender wie Sat.1 anfragen). Ähnliches gilt natürlich für diese junge Dame, deren Ruf nun ruiniert ist.

[Die heitere Gesprächsrunde im Internet Relay Chat während der Planetopia-Sendung wurde aufgezeichnet.]

Nachtrag: wer dieses historisch wertvolle Kleinod bundesrepublikanischer Pressearbeit trotz rechtzeitiger Ankündigung verpasst hat (oder rechtzeitig weggeschaltet hat), mag einen Blick auf die Videokonserven (MPG) werfen.

openBC

Wer unter meinen Leser/innen schon bei openBC angemeldet ist, kann mich ruhig als Kontakt hinzufügen. Wer Interesse daran hat, bei openBC Mitglied zu werden, kann mir eine Mail schreiben, damit ich eine Einladung senden kann.

Spaß mit Referrern

Manche Leute haben schon interessante Suchanfragen. Lustig auch, dass sie dann bei jurabilis landen, um sich fortzubilden ...

USA-Reise-Tipps

Für alle glücklichen LL.M.-Kandidaten und Referendar-Wahlstation'ler (hoffentlich klappt es) bietet sich ein Blick auf diese umfangreiche Website an, da beim großen Bruder im Mutterland der Rechtsstaatlichkeit bekanntlich doch einiges anders läuft - in Zukunft wird diese Unterschiedlichkeit dank der guten Arbeit des Heimatschutzministeriums eher noch zunehmen (siehe diese Prognose).

Forum im Virtuellen Markenmuseum

Heise meldet, dass das virtuelle Markenmuseum nun auch ein Forum betreibt. Mal sehen, ob da nicht wieder die üblichen Verdächtigen aufschlagen.

Geldschneiderei

Wer seine Bewerbungsunterlagen von Beratern prüfen lässt, ist nachher nicht unbedingt schlauer als zuvor, weiß die Süddeutsche Zeitung. Aber wer fällt schon auf diese "Berater" herein?

Deutscher Meister 2002

Als Borusse aus Dortmund muss man sich bekanntlich in diesen Tagen eine Menge dummer Sprüche anhören. Auch beim letzten Referendarstammtisch war König Fußball - leider nicht zur Freude aller Teilnehmer/innen - wieder Thema. Insbesondere begreifen Ungläubige häufig nicht, welch bewegende Szenen sich im Tempel, dem Westfalenstation, ereignen.

Um nun auch dem letzten Zweifler endlich ein für allemal klar zu machen, worum es hier geht, führe ich einfach einmal die MP3-Tonprotokolle sowohl des 2:1-Führungstreffers von Ewerthon als auch des Jubels nach dem Schlusspfiff vor, die sich im letzten Spiel der Meistersaison 2002 (gegen Bremen, ich war natürlich auf der Südtribüne) zugetragen haben.

Noch Fragen?

Gimp 2.2

Mit Gimp 2.2 wurde bereits Ende Dezember eine neue stabile Serie der freien Bildbearbeitung Gimp veröffentlicht. Die neue Version - mittlerweile als Version 2.2.2 erhältlich - ist vollständig abwärtskompatibel zu Gimp 2.0, d.h. Plug-Ins und Scripte, die für die Version 2.0 geschrieben wurden, sollten auch unter Gimp 2.2 funktionieren. Insbesondere im Bereich Plug-Ins enthält die Version 2.2 allerdings auch zahlreiche Neuerungen.

Mensa-Test

Beim Unicum-Mensatest (siehe auch diesen Artikel im UniSPIEGEL) hat die Mensa (genauer: die Burse) des Studentenwerks Würzburgs zu Recht gut abgeschnitten. Die Mensa Süd der HU Berlin hat aber immerhin keinen öffentlichen Tadel erhalten ...

WM 2006: Karten

Goleo darf immer rein, aber wie kommen Fans an Eintrittskarten für die Fußball-WM 2006? Der Tagesspiegel beantwortet wichtige Fragen zum Verkaufsstart.

Öffentliches Bekenntnis

Hier entsteht ein Schwarz Bau
In Zeichen des grassierenden Deppenleerzeichens kann man das durchaus als Zeichen dafür verstehen, dass die Abschreckungswirkung des öffentlichen Baurechts abnimmt ...

Samstag, Januar 15, 2005

Empfehlung

Wer in Potsdam gerne einmal günstig und lecker russisch essen möchte, schaue mal im Galerie-Café Matschke in der Alleestraße 10 (Nauener Vorstadt) vorbei. Dort gibt es auch leckeres Staropramen (Prager Bier) vom Fass ...

UrhR-Novelle: Wissenschaftsprivilegien noch umstritten

Wie Heise weiß, wird über die Privilegierung von Forschung und Lehre bei der Neufassung des Urheberrechts noch gerungen. Irene Pakuscher vom BMJ sagte in der Abschlussdiskussion bei der Dritten Digital Rights Management Konferenz in Berlin:
"Die Bedürfnisse der Wissenschaft haben uns sehr beschäftigt. Das ist auch ein Thema, zu dem auch mit dem vorgelegten Entwurf vielleicht noch nicht das allerletzte Wort gesprochen worden ist".
Ich denke, dass sich das - leider - nicht auf die völlig katastrophale Fehleinschätzung der Ministerin hinsichtlich der Arbeit von Subito und Co bezog.

Planetopia-Auftritt des Schockwellenreiters

Na darauf sind wir ja sicher alle gespannt. Und natürlich auf Peter Huth, der hoffentlich mit von der Partie sein wird.

Wir erinnern uns: Planetopia ist ein sehr fachkundiges Magazin zur Computer- und Internetkultur (gleichsam "Tomorrow" als TV-Magazin). Dort kann selbst der fähigste Experte noch etwas lernen, zum Beispiel zum "Hacken mit FTP". Man darf also gespannt sein (nicht zuletzt auf die vielen neuen Blogger, die durch Planetopia zum Bloggen gebrachten werden dürften).

Mietrecht - der Pferdefuß des Assessorexamens

Weil die Klausuren im Zweiten Staatsexamen (leider) häufig mietrechtliche Probleme enthalten, kann ein bisschen Wissen um mietrechtliche Grundzusammenhänge nie schaden - schließlich liegt auch der Besuch bei Hemmer & Co bisweilen schon ein paar Monate in der Vergangenheit. Der Hauptgrund ist natürlich, dass man mit diesem Wissen sehr viel besser gewappnet ist, sobald Gespräche in der Kneipe sich in Richtung "Sag mal, Du studierst doch Jura ..." entwickeln.

Wozu auch immer man sich mit diesem garstigen Teil des besonderen Schuldrechts beschäftigen möchte, man sollte einfach einmal einen Blick in ein Skriptum (40 S., PDF) von Prof. Dr. Ingo Fritsche von der nordrhein-westfälischen Fachhochschule für die Rechtspflege werfen. Man sieht dem Skript seine Herkunft zwar an, nützlich ist es aber trotzdem (freilich eher für oberflächliche und ergebnisorientierte Referendare, Studenten sollten - wie so oft - lieber zur JuS-Lern-CD von Thomas Riehm greifen).

(Dank an den Kollegen Christian Säfken)

Geschmacklos

Rainer hat ganz recht, wenn er Bilder wie dieses als geschmacklos bezeichnet. Zu rechnen war aber damit, wenn man sich mal die "tourist guy"-Fotos nach dem Anschlag auf das World Trade Center in Erinnerung ruft (vgl. dazu diese Seite und diese Seite).

Photoshop und makabrer Humor sind eine gefährliche Mischung.

Freitag, Januar 14, 2005

EuGH zur In-House-Vergabe

Die Vergabe eines öffentlichen Dienstleistungsauftrages an ein Unternehmen mit teilweise privatem Kapital stellt unabhängig von der Höhe der Beteiligung kein In-House-Geschäft dar, das von den Gemeinschaftsvorschriften über das öffentliche Auftragswesen ausgenommen ist. Dies entschied der Europäische Gerichtshof mit Urteil vom 11.01.2005 (Az.: C-26/03, BeckRS 2005, 70003). Außerdem äußerte der Gerichtshof sich in dem Urteil zu der Frage, hinsichtlich welcher Entscheidungen öffentlicher Auftraggeber die Mitgliedstaaten verpflichtet sind, die Möglichkeit einer wirksamen und raschen Nachprüfung der Entscheidungen sicherzustellen.

Hintergrund bei Beck Aktuell - dort auch der Hinweis auf

Dreher, Das In-house-Geschäft- Offene und neue Rechtsfragen der Anwendbarkeit der In-house-Grundsätze, NZBau 2004, 14

Moshammer

Ich bin offenbar nicht der Einzige, der bei der Nachricht von Moshammers Ableben sofort an Sedlmayr denken musste. Schlimm, was München aus einem macht ...

Die ermittelnde Behörde ging schnell an die Öffentlichkeit. Moshammers Website dagegen ist offline, einzig die Seite seiner Lebensgefährtin noch abrufbar.

Die Süddeutsche hat einem der vielen Hintergrundberichte.

Ixumanie

Die nützliche Website Ixus-World (für den stolzen Ixus-Besitzer) hat glücklicherweise auch ein Diskussionsforum. Das Web ist ein Segen!

Neue Zürcher Zeitung digitalisiert alle Jahrgänge seit 1780

Die Neue Zürcher Zeitung lässt alle 225 Jahrgänge, die seit ihrer Gründung im Jahr 1780 erschienen sind, digital erfassen. Dafür wurden vor einigen Monaten 1500 Mikrofilmrollen an das Fraunhofer-Institut für Medienkommunikation (IMK) in Sankt Augustin geliefert, schreibt die Schweizer Tageszeitung in ihrer Online-Ausgabe. Das Projekt soll im Sommer abgeschlossen sein. Näheres bei heise online.

Referendar-Stammtisch Berlin

Der Referendar-Stammtisch bekam eine neue Lokalität verpasst: abseits der fotografierenden Touris im "Aufsturz" treffen wir uns nun jeden Donnerstag um 20 Uhr im Gormann's (Ecke Gormannstraße / Mulackstraße in Mitte). Verkehrsgünstig mit U8 und U2 sowie der S-Bahn (Hackescher Markt) zu erreichen.

Donnerstag, Januar 13, 2005

Risiken und Nebenwirkungen eines Studiums

Ein 21-jähriger Student ist am Mittwochabend in einem Fast-Food-Restaurant in Regensburg in einen Tiefschlaf gefallen, aus dem er zunächst nicht zu wecken war. Erst der Notarzt konnte den Schläfer kurzzeitig wecken. Der Student hatte nach Polizeiangaben mehr als 55 Stunden an seiner Seminararbeit gearbeitet und sich dabei durch Koffeintabletten wach gehalten. Zur weiteren Behandlung wurde er in ein Regensburger Krankenhaus gebracht, meldet der Bayerische Rundfunk.

Unbeachteter Alarm in den Bibliotheken

Franz W. ist das, was man einen engagierten Studenten nennt. Er saß im StudentInnenparlament und arbeitete für die Fachschaft. Besonders hellhörig sei er »für Probleme, die ohne großen finanziellen Aufwand zu lösen sind«, sagt er von sich selbst. Im November alarmieren ihn wieder einmal seine Sinne. Es geschieht mittags um 12:40 Uhr, zur Stoßzeit in der Zentralbibliothek der Humboldt-Universität (HU). Franz steht in der Warteschlange zur Ausleihtheke. Auf einmal piept es. Ein Kommilitone hat den Alarm ausgelöst. »Wenn es piept, handelt es sich fast immer um einen Fehlalarm«, erklärt später Anna Graemer, Referatsleiterin der Ausleihe. »Entweder hat die Entsicherung nicht richtig funktioniert, oder Bücher aus anderen Bibliotheken haben den Alarm ausgelöst.«
Artikel in der HU-Elite-Zeitschrift "Unaufgefordert" (Heft 148)

eBay: Verlag versteigert leere Seiten

Hart ist es, das Verlagsgeschäft, da muss man sich was einfallen lassen. Man kann zum Beispiel gegen Subito und ähnliche Dienste vorgehen (und damit gegen die eigenen Autoren). Oder aber ausnahmsweise innovativ sein. Der Essener Verlag Hellblau versteigert bei eBay die noch leeren Seiten eines Buches, Stück für Stück. Wer den Zuschlag erhält, darf eine Seite füllen, meldet Spiegel online.

Abmahnwelle: Keine Ruhe für den Verein

Die Vorsitzende des Vereins Abmahnwelle e.V., Frau Jutta R., wurde erfolgreich wegen Verstoßes gegen das Rechtsberatungsrecht abgemahnt, meldet das domainblog. Frau R. erkannte den Unterlassungsanspruch im einstweiligen Verfügungsverfahren vor dem LG Ulm (Az.: 3 O 530/04) an. Ein weiteres einstweiligen Verfügungsverfahren gegen den Verein (LG Ulm, Az. 3 0 115/05) ist noch anhängig.

Die Abmahnwelle kommt also nicht zur Ruhe.

Berlin: Öffentliche Bibliotheken

Der Tagesspiegel präsentiert heute eine Zusammenstellung der öffentlichen Bibliotheken in Berlin. Vielleicht hilft es ja, die Besucherzahlen der Stabi ein wenig in den Griff zu bekommen ...

Absage der Informationsveranstaltung im Logenhaus

Die Diskussionsrunde über die Ausbildungssituation am 14. Januar 2005 im Logenhaus muss leider wegen der Erkrankung des Leiters der Referendarabteilung – Herrn Groth - abgesagt werden. Die Veranstaltung wird nun am 22. Februar 2005 um 17.00 Uhr im Saal A der Senatsverwaltung für Justiz, Salzburger Str. 21-25 in Berlin-Schöneberg (im Anschluss an die Informationsveranstaltung des Präsidenten des Gemeinsamen Juristischen Prüfungsamtes) stattfinden.

LG Berlin: Haft für Horst Mahler

Wegen Volksverhetzung ist der frühere NPD-Anwalt (und das noch frühere RAF-Mitglied) Horst Mahler vom Berliner Landgericht zu einer Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt worden. Die Richter nannten ihn "verbohrt und uneinsichtig". Mahler kündigte Revision an.

Hintergründe zum neuerlichen Fall Mahler gibt u.a. Beck Aktuell.

Köhler unterzeichnet Luftsicherheitsgesetz (und regt Gang vor das BVerfG an)

Bundespräsident Horst Köhler hat gestern - nach einiger Bedenkzeit - das "Gesetz zur Neuregelung von Luftsicherheitsaufgaben" unterzeichnet, zugleich aber erhebliche Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit von Einzelvorschriften angemeldet. Dies meldet das Präsidialamt in Berlin (via Beck). Seine Zweifel teilte er Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) in einem offenen Brief mit. Zugleich regte der Präsident eine Überprüfung des Luftsicherheitsgesetzes durch das Bundesverfassungsgericht an.

BMJ verteidigt Entwurf für Urheberrechtsnovelle

Nach dem Durchgehen von drei Ordnern voller Stellungnahmen, einem Symposium, einer Anhörung sowie einer öffentlichen Debatte im (bei den Trollen sehr beliebten) Internetforum zum umstrittenen Entwurf für die zweite Reformstufe des Urheberrechtsgesetzes erachtet das Bundesjustizministerium nur eine Hand voll kleiner Änderungen an dem Gesetzesvorschlag für angebracht. "Wir haben Lob und Kritik gekriegt", fasste Hausherrin Brigitte Zypries gestern in Berlin die bisherigen Reaktionen bei der Vorstellung der geringfügigen Modifikationen zusammen. Heiße Eisen wie die zivilrechtlichen Auskunftsansprüche gegen Internetprovider, eine Pauschalabgabe für die freie Tauschbörsennutzung ("Kulturflatrate") oder einen einfacheren und digitalen Zugang zu wissenschaftlichen Informationen (Stichwort Subito!) will sie demnach nicht anfassen, wie heise online ausführlich (inklusive Linksammlung) darstellt.

Bloggen als Wettstreit

An manchen Tagen blawgen wir offenbar um die Wette ;-)

Mittwoch, Januar 12, 2005

Please sign here

Das klappt übrigens auch bei deutschen Überweisungsträgern, Udo!

Vaterschaftstests - das Orakel hat gesprochen

Nach den Diskussionen der letzten Wochen hat der BGH heute das erwartete Urteil zu Vaterschaftstests gefällt: sie haben keine Beweiskraft vor Gericht. Bleibt abzuwarten, was jetzt der Politik dazu einfällt. Ich frage mich nur, wie man es anstellt, heimliche Vaterschaftstests aufzudecken, um dann gegen den Tester vorzugehen.

Eine andere Frage, die sich mir stellt: genügt ein heimlicher Vaterschaftstest als Anlass, einen "richtigen" vom Gericht anordnen zu lassen? Dazu auch der Bericht von Spiegel Online

Fernabsatz trotz Boten

Wird bei Vertragsschluß oder -anbahnung ein Bote beauftragt, der zwar dem Verbraucher in unmittelbarem persönlichen Kontakt gegenübertritt, jedoch über den Vertragsinhalt und insbesondere über die Beschaffenheit der Vertragsleistung des Unternehmers keine näheren Auskünfte geben kann und soll, steht dies der Annahme eines Fernabsatzvertrages nicht entgegen.
BGH, Urteil vom 21.10.2004, III ZR 380/03, bei jurPC (Web-Dok. 3/2005, Abs. 1 - 27)

"Expertenrat"

"Nachdem ich den Freischuss vor Jahren aus persönlichen Gründen abgebrochen hatte, habe ich nach sechs Jahren doch das Studium (Rechtswissenschaften) beendet und nach insgesamt 19 Semestern mit der Note oberes ausreichend bestanden. Das 2. Staatsexamen habe ich leider wegen der Klausuren nicht geschafft, die Stagennoten sind jedoch voll befriedigend bis gut."
Der "Expertenrat" dazu sieht mir doch sehr dürftig aus ...

Nachtrag (wegen diverser Missverständnisse): ich zitiere - wie so oft - eine fremde Website, die eine fremde Anfrage enthält. Von Beileidsbekundungen bitte ich deshalb Abstand zu nehmen ...

Ergebnisse der ersten und zweiten juristischen Staatsprüfung in Berlin 2003

Die tabellarische Darstellung der Ergebnisse der ersten und zweiten juristischen Staatsprüfung in Berlin 2003 ist eine interessante U-Bahn-Lektüre.

Handbuch Juristenausbildung

Dieses Handbuch der Juristenausbildung (239 S. PDF) ist zwar - föderalismusbedingt - leider etwas NRW-lastig, aber viele Erkenntnisse lassen sich natürlich auch bundesweit verwerten (nicht zuletzt der Abschnitt über den Arbeitsmarkt).

(Dank an Rainer!)

Anonymous Lawyer

Mit folgender Beschreibung nimmt sich der UniSPIEGEL der Posse um den enttarnten Kollegen Jeremy "Anonymous Lawyer" Blachman an:
Beim Rätselraten um die wahre Identität des larmoyanten, offen sexistischen und zynischen, oft auch witzigen Kollegen, vermutete man zunächst - wegen der Beschreibung des Blicks auf den Pazifischen Ozean aus seinem Büro im 20. Stock -, ein Partner der renommierten kalifornischen Großkanzlei "Latham & Watkins" müsse sich hinter dem anonymen Anwalt verbergen, auf jeden Fall aber ein prominentes Mitglied der anwaltlichen Szene.
Nichts wirklich Neues. Falsch aber ist, dass Jeremy Blachman "bisher ein unbekannter Student" gewesen sei ...

Wahlen an der HU: Mlynek gegen Greven

Jürgen Mlynek, Präsident der Humboldt-Universität, will wiedergewählt werden. Sein Programm: Exzellenz, meint der Tagesspiegel in der Einleitung zu seinem Interview mit Mlynek.

Am 1. Februar wählt die Humboldt-Universität einen neuen Präsidenten. Es kandidieren der bisherige Amtsinhaber Jürgen Mlynek (54 Jahre) und der Politologe Michael Th. Greven (58 Jahre) von der Universität Hamburg. Jürgen Mlynek ist Physiker. Während seiner Tätigkeit an der Universität Konstanz hat er den Leibnizpreis errungen. Außerdem war er Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Berliner Kantinen

Besteht eigentlich seitens der geschätzten Leserschaft Bedarf an einer kulinarischen Entdeckungsreise durch die frei zugänglichen Behördenkantinen der Bundeshauptstadt?

Banalität des Terrors

Vor 15 Jahren wurde die Stasi-Zentrale von DDR-Bürgerrechtlern gestürmt. Samstag können Gelände und Museum besichtigt werden. Im Haus 1 der ehemaligen Stasizentrale an der Lichtenberger Ruschestraße sieht es aus, als hätte der Minister für Staatssicherheit Erich Mielke gerade seinen Arbeitsplatz verlassen. Seit dem Fall der Mauer und der Entmachtung des obersten Sicherheitschefs der DDR vor 15 Jahren hat sich in den Amtsräumen kaum etwas verändert, wenn man von Hinweisschildern für die Besucher und leeren Panzerschränken absieht.

Die Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße im Haus 1 des ehemaligen Stasikomplexes, Ruschestraße 103, 10365 Lichtenberg, ist Montag bis Freitag von 11 bis 18 Uhr, am Wochenende von 14 bis 18 Uhr geöffnet, Eintritt 3,50, ermäßigt 2,50 Euro, Telefon 553 6854, Internet www.stasimuseum.de.
Artikel im Tagesspiegel

Die Umgebung sieht übrigens immer noch sehr trostlos aus. Immer wenn ich im Amtsgericht Lichtenberg (um die Ecke) zu tun habe, gehe ich in der Bahn-Kantine an der ehemaligen Stasi-Zentrale essen. Gespenstisches Areal.

Ex-Verfassungsrichter Benda wird 80 Jahre alt

Um ein Haar hätte ihn sein großes Hobby, das Segeln, das Leben gekostet. Bei einem Wendemanöver während eines Atlantiktörns vor fünf Jahren verletzte sich der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Ernst Benda, schwer am Kopf. «Ich hatte Glück im Unglück und überlebte dank eines auf gleichem Kurs steuernden Passagierschiffs, das mich an Bord nahm», sagt Benda heute. Der gebürtige Berliner feiert am 15.01.2005 seinen 80. Geburtstag, worauf Beck zu Recht hinweist.

Die ehemaligen Verfassungsrichter sind schon zu einem auffällig großen Teil hochkarätige Persönlichkeiten, das müssen auch die Fachbundesrichter gegenüber dem "höchsten deutschen Laiengericht" neidlos anerkennen ...

Yahoo Desktop Search beta

Yahoo hat die angekündigte Testversion für eine Desktop-Suche nach Dokumenten und E-Mails ins Netz gestellt. Nutzer können eine englische Version der Yahoo Desktop Search-Software für Windows 2000 und XP ab sofort kostenlos herunterladen. Die Lösung verbindet Elemente von Yahoos Websuche mit der von X1 Technologies lizenzierten Desktop-Suchsoftware.

(heise online)

Dienstag, Januar 11, 2005

Knastvisite

Kriminologen der Uni Bochum sind überzeugt: Angehende Richter und Anwälte sollen den Strafvollzug in der Praxis kennen lernen und ihre Nase nicht immer nur in Schönfelders Gesetzessammlung stecken. Darum gehen sie ins Gefängnis. Und stellen fest, dass Cola und Playstation für Häftlinge wichtiger sind als die Strafrechtsreform.
Dieses Bild von weltfremden Paragraphenpaukern zeichnet Spiegel Online. Schön ist das folgende Bild: "Lambswool-Pullover und Perlenohrstecker treffen auf Jogginganzug und Dreitagebart."

Warnungen - die zweite

Nicht nur auf Hockeyschlägern gibt es unsinnige Warnungen, sondern auch auf anderen Produkten. Da die USA der Hort der meisten sinnlosen Warnungen sind, ist es auch nur logisch, dass sich dort die Organisation Michigan Lawsuit Abuse Watch um die Sammlung der prächtigsten Warnungen verdient macht. Sie hat mal wieder die besten ausgezeichnet. Aber dürfen wir uns wirklich darüber lustig machen?

62 Prozent der erwachsenen Deutschen sind online

Der Anteil der erwachsenen Deutschen, die einen Zugang zum Internet haben, ist nach Zahlen der Forschungsgruppe Wahlen Online (FGW Online) im vierten Quartal 2004 auf 62 Prozent gestiegen. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres bedeutet dies eine Steigerung um vier Prozentpunkte. Mit einem Anteil von 55 Prozent lagen ostdeutsche Surfer weiterhin deutlich hinter den westdeutschen (63 Prozent) zurück. Bei den Frauen ist der Nutzeranteil um fünf Prozentpunkte auf 56 Prozent, bei den Männern lediglich um zwei Punkte auf 68 Prozent gestiegen. Die Quartalsdaten basieren auf repräsentativen telefonischen Befragungen unter insgesamt 3761 Deutschen ab 18 Jahren zwischen dem 26. 10. und 9. 12. 2004.

(heise online)

Montag, Januar 10, 2005

BVerfG zu Hartz IV

Das Bundesverfassungsgericht hat bislang keine Verfassungsbeschwerde gegen die Hartz-IV-Reformen zur inhaltlichen Entscheidung angenommen (Beck Aktuell). Dies berichtet das Nachrichtenmagazin «Spiegel» und bezieht sich dabei auf Informationen zu einem bisher unveröffentlichten Beschluss, in dem sich die Richter ausdrücklich gegen eine vorgezogene verfassungsgerichtliche Prüfung ausgesprochen und den Beschwerdeführer an die Instanzgerichte verwiesen haben sollen.

Welch brutaler Umschwung in der Rechtsprechung.

Gräfin Pilati

Preisfrage: woher kennen wir diese Rechtsanwältin?

(Wer partout nicht darauf kommt, mag sich durch diesen Bericht wieder erinnern lassen.)

Guter Buchtitel

.
Zwar nicht gelesen, aber der Titel klingt schon einmal gut ...

VG Wort: Online-Meldesystem

Alle, die im letzten Jahr "offline" wissenschaftlich veröffentlicht haben, können ihre Meldungen bei der VG Wort mittlerweile (endlich) auch online erstellen, worauf das Lawgical hinweist. Dadurch entfällt - von einer schriftlichen Bestätigung der einmaligen Anmeldung im System abgesehen - der Postweg für die künftigen Meldungen.

Softwarepatente - es geht lustig weiter

Nach einem Bericht von Heise online haben 61 EU-Parlamentarier die Kommission aufgefordert, das seit 2002 laufende Verfahren einer Richtlinie, die Softwarepatente legalisieren soll, neu zu starten. Damit entwickelt sich diese Richtlinie zum absoluten Dauerbrenner, nicht nur bei jurabilis. Bleibt nur zu hoffen, dass sie diesen Status nie verlassen wird...

Juristische Skripten (Skript-O-Rama)

Kollege Dennis Breuer gebührt ein großes Dankeschön für seine Skriptensammlung "Skript-O-Rama". Hoffentlich wird die Liste bald durch viele Leserzuschriften (und eigene Recherche) noch weiter ausgebaut!

Web.de peilt Umsatzsteigerung an

Der Internetportal-Betreiber Web.de peilt nach den Worten seines Vorstandschefs Matthias Greve in diesem Jahr eine deutliche Umsatzsteigerung an. Sein Unternehmen setze dabei auf Bezahldienste und Internet-Telefonie, sagte Greve in einem Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung.

Ich tippe eher darauf, dass Web.de weiterhin auf den Trick mit den Clubmitgliedschaften setzt ;-)

jamba spreeblick (Google-Suche)

So langsam halte ich es für unfassbar, was Google tut. Wie kann es sein, dass jurabilis vor der Spreeblick-Seite selbst liegt?

Ebenfalls aus den Referrern, die immer für eine Erkenntnis gut sind: Manch einer nutzt Google auch, um seine Berufswahl zu treffen ...

Canon Digital Ixus 40

Canon Digital Ixus 40Seit langem schiebe ich die Ausarbeitung der GastroTips-Rubrik vor mir her. Unter anderem bedarf es da natürlich aussagekräftiger Bilder (die passenden Lokalitäten kenne ich natürlich, bin aber auch für gute Vorschläge immer offen ...).

Kennt jemand der Mitlesenden die Canon Digital Ixus 40, die auch schon von digitalkamera.de getestet wurde und bei Amazon neu 299 Euro (286 Euro plus VK und Versicherung bei Mindfactory) kostet? Dieses Modell müsste es doch sicher bald gebraucht auf dem Markt geben und ist sicher eine bessere Investition als ein iPod, oder nicht?

Weitere Preisvergleiche zur Ixus 40 finden sich bei Geizkragen.de und Idealo, weitere Testberichte hier und bei Ciao.com. Manch einer bestellt natürlich auch gerne per ebay, egal wie hoch Preis und Versandkosten sind ;-)

In Heft 25/2004 der c't wurde die Ixus 40 offenbar recht erfolgreich getestet (den Artikel konnte ich mittlerweile einsehen).

(Dieser Beitrag ist mal wieder ein schönes Beispiel dafür, dass man das eigene Blog auch sehr oft dazu einsetzt, gefundene Informationen auch für sich selbst in gut lesbarer Form aufzubereiten und an einem von jedem Internetzugang aus erreichbaren Ort zu sammeln.)

Sonntag, Januar 09, 2005

Blogs und das ZDF

Die Printausgabe des Spiegel beschäftigt sich mit Blogs unter journalistischen Gesichtspunkten. Ausgangspunkt ist die Rolle der Blogs während der Berichterstattung über die Flutkatastrophe.
"Das ist eine spannende journalistische Form, die noch große Entwicklungsmöglichkeiten hat", schwärmt heute.de-Chefredakteur Andreas Heck. Damit verleiht das ZDF einem Kommunikationsmittel, das bisher vor allem unter mitteilungsbedürftigen Internet-Junkies bekannt war, den Anstrich öffentlich-rechtlicher Seriosität. Allerdings erscheint den ZDF-Journalisten ihr neues Nachrichteninstrument noch erklärungsbedürftig: "Ein Weblog oder Blog (Kunstwort aus 'Web' und 'Logbuch') ist eine Art Online-Tagebuch", informiert die heute.de-Redaktion artig ihre Leser - wobei die TV-Macher lieber nur auf Web-Informationen der eigenen Korrespondenten vertrauen.
Mitteilungsbedürftige Internet-Junkies :-)

Samstag, Januar 08, 2005

40.000 Besucher

Kurz und knapp: das Team von jurabilis! freut sich über 40.000 (hoffentlich zufriedene) Besucher auf dieser Website.

Koalition will Streit über Vaterschaftstests intern klären

Die rot-grüne Regierungskoalition will ihren Streit über die Bestrafung heimlicher Vaterschaftstests intern beilegen (nachdem sie einige sehr heftige Diskussionen losgetreten haben). Dazu sei eine Koalitionsarbeitsgruppe gebildet worden, teilten Vertreter der Regierung gestern in Berlin mit (siehe Beck). Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ist in der Frage offensichtlich noch nicht festgelegt. Die Grünen wehren sich gegen Pläne von Justizministerin Brigitte Zypries (SPD), heimliche Vaterschaftstests mit einer Strafe von bis zu einem Jahr Haft zu ahnden.

Die Würde des Gerichts

Wie das OLG Zweibrücken am 15.12.2004 (Az.: 3 W 199/04) entschied, ist ein Ordnungsgeld wegen Türknallens vor Gericht rechtmäßig. Das AG Ludwigshafen hatte einen unterlegenen Mann, der beim Verlassen des Saals aus Wut die Tür zugeknallt hatte, mit einem Ordnungsgeld von 200 Euro belegt, da es die Würde des Gerichts verletzt sah. Diese Entscheidung bestätigte das OLG in seiner Entscheidung, wie Beck Online meldet. Vor dem OLG machte der Mann übrigens geltend, die Tür sei ihm lediglich aus der Hand gefallen. Diese Entschuldigung fand jedoch beim Oberlandesgericht kein Gehör: Das gerichtliche Protokoll über den spektakulären Abgang sei unmissverständlich und schließe weitere Aufklärung im Beschwerdeverfahren aus.

Aus Beck'schen Zeitschriften:

VGH München, Ordnungsmittel wegen Ungebühr vor Gericht, NVwZ 2003, 883

Noch einmal: Drucker-Alternativen

(Wen es nicht interessiert, der möge bitte einfach den Artikel überspringen. Ich hoffe aber, dass auch andere vor ähnlichen Kaufentscheidungen stehen und die Diskussion deshalb nicht nur für mich interessant sein wird.)

Ich habe Alternativen zu dem bereits vorgestellten Samsung-Gerät gefunden und möchte nun den hier versammelten Sachverstand nutzen, um mir die schwierige Entscheidung ein wenig einfacher zu machen.

Der Brother MFC-9180 kostet 337 Euro, der etwas größter dimensionierte Brother DCP-8040 sprengt mit 441 Euro eigentlich schon das Budget. Dann ist da noch der Lexmark X215 mit einem Preis von 338 Euro, dessen Daten und Design mir sehr gut gefallen. Zum Vergleich hier noch einmal der Samsung SCX-4216F für 321 Euro.

Kaufempfehlung?

Wort des Tages

"Wowereit bleibt Wowereit, auch im Jahr 2005."

Berlins Regierender Bürgermeister auf die Frage, ob er aus der Medienschelte an seinen öffentlichen Auftritten, die ihm den Beinamen „Berlins Regierender Partymeister“ eingebracht haben, Konsequenzen ziehen werde.
Was soll er auch anderes werden, liebe Süddeutsche? Er hat doch nichts anderes gelernt. Ein Berufspolitiker durch und durch.

Uneinsichtig

Man möchte die Sache offenbar nicht weiter diskutieren (geschweige denn Einsicht zeigen): heute kam per gelber Post ein Umschlag mit - Achtung, kein Scherz! - einem Stapel ausgedruckter DOC-Dateien bei mir an.

21. Jahrhundert, wir kommen!

Abenteuer Vorkasse

Meinen avisierten Multifunktionsdrucker (Datenblatt als PDF) gibt es bei Mindfactory für günstige 321 Euro. Kann mir jemand etwas über dieses Unternehmen sagen, bevor ich den Betrag per Vorkasse aus den Händen gebe? ;-)

An guten Alternativen (mit Laser) bin ich weiterhin interessiert.

Freitag, Januar 07, 2005

SMS im juristischen Examen

Das passiert offenbar in den besten Familien:
"Die ehrwürdige Elite-Uni Sorbonne in Paris hat zwei Jurastudentinnen ertappt, die sich mit SMS-Nachrichten durch eine schriftliche Prüfung mogeln wollten. Der Schmu mit dem externen Helfer flog auf, weil die Prüfer ein gutes Auge bewiesen."
Liegt aber natürlich auch zu einem guten Teil am französischen Prüfungssystem in der Juristerei ...

ZVS-Bewerbung jetzt online möglich

Bewerbungen bei der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) können ab sofort komplett online verschickt werden, wie Heise meldet. Der Internetservice ist jetzt auch für Wiederbewerber nutzbar, die sich zum vergangenen Semester vergeblich um einen Studienplatz beworben hatten, teilt das Bürokratiemonster in Dortmund mit. Betroffene können ihren alten Datensatz aufrufen, ihn aktualisieren und für das kommende Semester wieder speichern.

Der Fall Jamba ./. Spreeblick.de

Das Unternehmen Jamba verdient viel Geld mit Klingeltönen und nervt mit stakkatoartig wiederholten Miniwerbespots. Jetzt hat ein Berliner unabsichtlich eine Lawine von Negativ-PR für Jamba ausgelöst - mit der Hilfe der Blogger-Community.
Jetzt nimmt sich auch noch der Spiegel dieser Angelegenheit an.

Donnerstag, Januar 06, 2005

Google-Suche: herzlichen glückwunsch

Unglaublich - das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen.

(Was wäre ich nur ohne meine aufschlussreichen Referrer ...)

Referendar-Stammtisch

Umtriebig wie wir nun einmal sind, haben wir nun endlich einen Referendarstammtisch ins Leben gerufen. Ab heute treffen wir uns jeden Donnerstag ab 20 Uhr im Aufsturz (Oranienburger Str., am S-Bf).

Rechtsauskünfte durch Internetagenturen

"Konzeption, Gestaltung und Umsetzung von Webseiten sind eine Sache. Auf einem anderen Blatt steht die juristische Korrektheit der Internetpräsenz.Wer sich als professionelle Multimedia- Agentur und nicht als reiner IT Dienstleister sieht, muss seinen Kunden auch mit rechtlichem Durchblick umfangreich beraten können. Ob bei Web-Shops, Online-Newslettern, Impressum oder auch AGBs: ein kompetenter Full-Service-Dienstleister mit juristischem Durchblick kann seinem Auftraggeber so manchen rechtlichen Ärger ersparen."
Wie kann eine Internetagentur AGB erstellen? Mit Copy und Paste?

Prinzip

Momentan streite ich mich mit dem Personalrat der Referendare um eine wirklich abenteuerliche Begebenheit: der Personalrat verschickt alle seine Mails als WORD(tm)-Anhang.

Ich habe höflich angefragt, ob man denn nicht ganz normale Texte auch per ganz normaler Mail versenden könne. Schließlich weiß jedes Kind, dass WORD(tm)-Dateien makroviren-anfällig sind. Wenn man partout nur unter der WORD(tm)-Oberfläche schreiben könne, könnte man ja hilfsweise noch als RTF-Dokument versenden. Wenn es denn unbedingt mit WORD(tm) getippt werden muss.

Als Antwort bekam ich serviert, dass doch "jeder Word habe" (offenbar nicht) und ich es mir eben sonst zulegen sollte (so teuer ist das ja nicht und man bekommt ja was für sein Geld). Der Personalrat auf jeden Fall werde kein OpenOffice installieren, nur damit er RTF-Dateien erzeugen könne, die virenfrei sind. Mit meinem Einwand, der Personalrat müsse gar nichts installieren, wurde ich bisher nicht gehört.

Welche Argumente könnten Erfolg versprechen? Ist mein Wunsch denn wirklich so außergewöhnlich? Wieso soll ich ein Programm eines Monopolisten kaufen, nur damit ich für den Personalrat Informationen verteilen kann? Und wieso soll ich die Gefahr einer Infizierung mit dem Virenmaterial des speckigen Personalrats-PCs eingehen?

Echte Seelennot

Ich bin seit 2 Jahren mit meiner Freundin zusammen. Wir haben wirklich sehr viel Spass miteinander. Unser Freundeskreis spricht sogar von einer Traumbeziehung und es war wirklich so bis vor ein paar Wochen.

Sie hat sich in letzter Zeit sehr komisch verhalten - war nicht mehr die Frau die ich kennen gelernt habe und heiraten möchte..... Es hat vor genau 6 Wochen angefangen. Sie hat einen neuen Job angefangen und ging öfters mit Ihren Arbeitskollegen fort. Ich habe immer wieder gefragt ob ich vielleicht mitkommen könnte, aber Sie meinte es wäre für mich sehr langweilig. Ich habe kein Problem, dass Sie alleine fortgeht - das haben wir öfters getan, aber es war dann 3- bis 4-mal die Woche. Ich habe Ihr angeboten Sie abzuholen, aber das hat Sie abgelehnt und meinte, Sie nimmt ein Taxi. Naja, Sie kommt dann sehr spät nach Hause und ich höre ein Auto, aber es parkt immer um die Ecke und bleibt ziemlich lang stehen. Ziemlich komisch dachte ich mir.

Und dann die vielen Telefonate. Es ist so oft passiert, dass ich ein Zimmer betrete und Sie telefoniert. Sie schaut mich an und sagt "Ich kann jetzt nicht reden", legt auf und läuft weg. Letzte Woche hat Ihr Handy geklingelt und ich wollte es Ihr bringen. Sie ist völlig ausgeflippt als ich fragte wer das war und meinte ich sei eifersüchtig und will Sie nachspionieren. Ich bin mir 100% sicher, dass Sie jemand neu kennen gelernt hat.

Gestern Abend ist Sie wieder fortgegangen und da habe ich mich entschlossen, herauszufinden was los ist. Es war gegen 23.00 und ich bin nach draußen gegangen um auf Sie zu warten und Sie zu erwischen. Keine schöne Sache, aber ich war einfach am Ende. Ich habe das Auto gehört und habe mich dann hinter meinem eigenen Auto versteckt. Das anderen Auto kam an, das war kein Taxi, und ich bin mir sicher dass Sie sich ziemlich lang geküsst haben..... Und dann habe ich gesehen, dass mein eigenes Auto einen großen Rostfleck an der hinteren Tür hat.

Also, was meint ihr? Soll ich das Auto in die Werkstatt fahren, oder ist es möglich, das selbst wieder auszubessern?
Gefunden in einem juristischen Forum. Dort konnten freilich die meisten nichts mit der Problembeschreibung anfangen ;-)

Mittwoch, Januar 05, 2005

c't-Abo

Gab es beim c't-Schnupper-Abo nicht eigentlich immer ein kleines Geschenk dazu oder sind das immer nur "saisonal begrenzte Aktionen"?

Kaufempfehlung erbeten

Ich bin gerade dabei, meine Unterhaltsbeihilfe zu verjubeln, als ob es kein Morgen gäbe. Neben einem Vorschlag für eine gute Laser-Kopierer-Scanner-Fax-Kombination suche ich einen Datenbehälter mit MP3-Player-Funktion. Dabei bin ich bei Medion auf einen 256-MB-USB-Stick-mit-MP3-Player gestoßen. Möchte mir jemand zu- oder abraten?

(Etwas teurere) Alternative wäre der ebenfalls dort angebotene iPod-Clone, der allerdings in der c't sehr gut bewertet wurde und immerhin eine 20 GB-Platte und lange Laufzeit mit sich bringt.

Ich hoffe, die Leserschaft kennt sich mit diesen technischen Gerätschaften aus und kann mir wertvolle Tips geben, bevor das Konto wieder leer ist.

Berühmt durchs Blawgen

Die heutige Skurrilität des Tages liefert ein Referrer: offenbar hat Blawger-Kollege Benjamin Klein es bereits zu lokaler Berühmtheit gebracht. Jedenfalls suchen seine Fans nach Berichten seines Examens.

Undurchsichtige Preissprünge bei Media Markt

Des Dramas neuestes Kapitel: der Spiegel berichtet von Preiserhöhungen kurz vor der Rabattaktion. Mich wundert auch das nicht mehr. Hoffentlich geht wenigstens einem Teil der übers Ohr gehauenen "Kunden" bald ein Licht auf.

Beeindruckend auch das Foto aus einem Berliner Media Markt. Für Klaustrophobiker von Vorteil waren die großzügig geschnittenen Gänge. Anders im Saturn am Alexanderplatz (jurabilis berichtete ;-)

Schlicht begeistert bin ich allerdings von der doch überraschend offensiven Stellungnahme des Media-Markt-Sprechers Bernhard Taubenberger:
"Glauben Sie bitte nicht, dass wir in eine so groß angelegte Aktion mit billigen Taschenspielertricks gehen. Wir haben in 25 Jahren zu viel Kundenvertrauen aufgebaut, als dass wir das durch solche plumpe Trickserei riskieren würden."
Da fehlt selbst mir nichts mehr zu ein ...

IzySoft

Udo Vetter, der Robin Hood der Webloggergemeinde ;-)

PageRank-Anzeige bei Firefox

Endlich habe ich heute die auch mit Firefox 1.0 funktionierende neue Version 0.9.4 des nützlichen PageRank-Anzeige-Plugins heruntergeladen und installiert.

In Sachen PageRank (hier eine ausführliche Erläuterung des Konzepts) hat sich ja bei vielen Websites sehr viel getan in den letzten Tagen. Auch jurabilis musste Federn lassen und hat jetzt nicht mehr PageRank 6, sondern nur noch einen armseligen PageRank von 5. Meine private Website ist sogar auf bemitleidenswerte 4 abgestürzt. Die Welt der logarithmischen Skalen ist weit davon entfernt, gerecht zu sein.

Wenn man schon dabei ist, Firefox-Extensions zu installieren, sollte man natürlich auch gleich JustBlogIt installieren. Dann ist das Blawgen gleich nochmal so schön.

Workshop "Karriere ohne Juraexamen"

In diesen Tagen bekommen zahlreiche Jurastudenten das Ergebnis des ersten Staatsexamens zugesandt. Im Falle des Nicht-Bestehens ist die Ratlosigkeit meist groß. Was bedeutet die jetzige Situation für mich? Was ist mir bei meiner neuen Berufsentscheidung wichtig? Was sind meine nächsten beruflichen Schritte? Diese und weitere Themen behandelt der Workshop für Studienabbrecher „Karriere ohne Juraexamen“ des Berufscoaching Schwartzkopff. Der Workshop bringt den Teilnehmern Studien- und Ausbildungsalternativen, zahlreiche aktuelle Aspekte des Arbeitsmarktes sowie Strategien der Entscheidungsfindung nahe und gibt Bewerbungstipps für den Einstieg nach einem Teilstudium.

Termine: Montag, 17.01.2005 und 24.01.2005 sowie Freitag, 04.02.2005
Ort: Helene-Mayer-Ring 7a, Hochhaus A, Seminarraum 19. Stock (U3, Haltestelle Olympiazentrum)
Dauer: 3 Treffen mit 2 Blöcken à 1,5 Stunden

Anmeldung ab sofort unter Tel: 089/17117828

Berlin: Unzufriedenheit mit Referendariat

Die Referendarabteilung des Kammergerichts bemüht sich wirklich sehr darum, den Referendarinnen und Referendaren eine optimale Ausbildung zu bieten. Die Gleichgültigkeit, die andernorts den Belangen der Auszubildenden entgegengebracht wird, wird man in Berlin nirgends antreffen. Hier ist der Referendar König!
Die Reform der Juristenausbildung hat zu Veränderungen insbesondere im Bereich der 4. und 5. Station (Rechtsanwalts- und Wahlstation) sowie den begleitenden Arbeitsgemeinschaften geführt. Von Seiten der Referendare ist - in persönlichen Gesprächen, über den Personalrat und die Evaluationsbögen - teils deutliche Kritik formuliert worden. Der Leiter der Referendarabteilung, Herr Groth, möchte deshalb mit Ihnen gerne die Ausbildungssituation erörtern. Neben der Bestandsaufnahme soll der Frage nachgegangen werden, ob - und wenn ja, auf welche Weise - die Situation verbessert werden kann.

Die Veranstaltung soll am 14. Januar 2005 um 16:00 Uhr im Logenhaus stattfinden.
Aber die Sache hat natürlich auch einen Haken: das Logenhaus befindet sich bekanntlich in Wilmersdorf, die Anfahrt aus Berlin ist aber recht einfach, wie sich dieser Anfahrtsskizze entnehmen lässt ...

Montag, Januar 03, 2005

Gewinnabschöpfungsansprüche ...

... im Wettbewerbsrecht kommen einem erst dann so richtig sinnvoll vor, wenn man heute einmal bei Saturn ("Alles zum Einkaufspreis") oder Media-Markt ("Keine MWSt.!") war und gesehen hat, wie unwürdig sich erwachsene Menschen angesichts eines flächendeckend beworbenen "Schnäppchentages" verhalten können ...

Nachtrag von Dienstag:

Ich war heute noch einmal am Alexanderplatz, eher als Schaulustiger denn als Kunde, denn die Preise sind - wieder einmal - Bauernfängerpreise. Wettbewerbsrechtlich interessant auch die Preisauszeichnung der normalen (!) Preise.

Wieder einmal zeigt sich, dass der deutsche Verbraucher ein zu schützendes Rindvieh ist.

Letzter Nachtrag:

Ich interessiere mich für eine Laser-Druck-Scan-Fax-Kombi und von dieser Gerätekategorie hat Saturn ganze zwei Geräte im Verkauf ("Die sind beide gut"). Der kompetente Saturn-Kundenberater ("Linux-Treiber? Wozu? Das benutzt doch eh niemand.") bot mir den Samsung SCX-4216F zum Saturn-Tiefstpreis von 399 Euro ("Marktpreis 499 Euro") an (siehe diese Chip-Informationsseite).

Wenn man sich dann mal umsieht und dabei merkt, dass dieses Gerät zum Beispiel hier für 315 (+13) Euro zum Verkauf steht und selbst bei Amazon nur mit 349 Euro (versandkostenfrei!) zu Buche schlägt, wundert einen nur noch, wieso Saturn nicht noch mehr "Geiz ist geil"-Fernsehwerbespot schaltet. Das Konzept scheint ja aufzugehen ...

Sonntag, Januar 02, 2005

Neuer Basiszinssatz seit 01.01.2005

Die Deutsche Bundesbank hat den Basisizinssatz per 1. Januar 2005 auf 1,21 % erhöht. Der Verzugszinssatz nach § 288 Abs. 1 BGB beträgt damit ab dem 1. Januar 2005 gegenüber Verbrauchern 6,21%, i.ü. nach § 288 Abs. 2 BGB 9,21%. Eine tabellarische Aufstellung des Basis- und Verzugszinssatzes finden Sie auf dieser Seite.

(Wie immer via Advoblawg)

Euphorische Meldungen aus Hamburg

Geschafft: Nach einem nur dreieinhalbjährigen Studium an der Bucerius Law School und neunmonatiger Prüfungszeit haben Jens Hafemann (25) und Konstantin Michelsen (25) das Erste Juristische Staatsexamen bestanden. Damit sind sie die ersten Absolventen der bisher einzigen privaten Rechtshochschule Deutschlands - ein Meilenstein in der Juristenausbildung. An den staatlichen Hochschulen brauchen die Studierenden im Schnitt eineinhalb Jahre länger bis zum Abschluß, obwohl an der Law School zusätzlich ein Auslandstrimester vorgeschrieben ist. Die eigentlichen Prüfungen sind staatlich und somit identisch.
Die staatlichen Prüfungen sind identisch innerhalb Hamburgs, wie der Rest der Republik an dieser Stelle aus nachvollziehbaren Gründen ergänzen möchte. Das Hamburger Abendblatt vermeldet "Zwei Juristen in Rekordzeit" und gewährt dabei interessante Einblicke in die Persönlichkeit eines der ersten Edeljuristen aus dem Hause Bucerius:
"Ich entspanne mich beim Pfeiferauchen und Schachspielen. Oder im Debattier-Club, wie bei meinem Auslandstrimester in Cambridge", so Hafemann. Seine Pläne für die Zukunft: Richter, Notar oder Professor.
Ein erfundenes Klischee ist Dreck dagegen.

Samstag, Januar 01, 2005

"Dinner for One"

Ist jetzt Schluss mit lustig? Juristen haben sich - rein wissenschaftlich - der Kultsendung "Dinner for One" angenommen. Nach immerhin 40 Jahren hätten die Nachfahren von Butler James und Miss Sophie Anspruch auf beträchtliche Honorarnachzahlungen. Der Justitiar des ausstrahlenden Norddeutschen Rundfunks sieht das ganz anders.
Der Spiegel berichtet - passend zum Jahreswechsel - von Gernot Schulzes Beitrag in der Festschrift für Nordemann. Der Disput um "Dinner for One" ist ja nicht eben neu ...