Montag, Februar 27, 2006

iPod-Akkuwechsel

Dass es sehr teuer wird, wenn sich ein hippes Mitglied der Generation Hypod der Sterblichkeit des Apple-Akkus bewusst wird und sein geliebtes Gerät erwartungsfroh zur Kultfirma schickt, ist bekannt. Schon weniger Leuten - erst recht nicht der Zielgruppe - ist bekannt, dass es längst auch Fremdanbieter für den Akku gibt. Am wenigstens bekannt aber ist, worüber die SZ vom Apple-iPod-Akkuwechsel-Service berichtet:
Das Besondere daran: Seinen eigenen iPod sieht man auf diese Weise nicht wieder. Stattdessen liefert Apple ein generalüberholtes Gerät mit einer anderen Seriennummer. So wird man zwar einige Kratzer im Gehäuse los, aber auch die Lasergravur auf der Rückseite, wenn sie nicht vom Hersteller stammt; nur dann kann er sie wieder anbringen. Der Grund für dieses ungewöhnlichen Verfahren ist offenbar der schiere Andrang. Apple nennt keine Zahlen, aber ein Sprecher bekennt offen, dass die Firma die Reparaturzeit von etwa einer Woche niemals einhalten könnte, wenn sie jedem Kunden sein eigenes Gerät zurückgeben wollte.
Da haben die jungen Leute also extra sündhaft teure iPod-Socken und -Kinderwägen, iPod-Brutkästen und -Wasserbetten aus dem authorisierten Zubehörshop erstanden (bzw. ihren Schulkameraden unter Androhung von Gewalt weggenommen), um den eigenen iPod zu pflegen ... und dann bekommen sie womöglich das geschundene Exemplar eines gelangweilten Steinkohlebergmanns aus Herne-West zurückgesandt, das von einem Kundendienstmitarbeiter einmal lieblos feucht abgewischt wurde. Tragödien des 21. Jahrhunderts.

1 Kommentar:

Jurablog hat gesagt…

Sehr schön beschrieben. Ungefähr das selbe ist mir durch den Kopf gegangen als ich meinen refurbished iPod zurückbekommen habe. Ein Jahr wie mein Kind gepflegt und vor jedem Kratzer bewahrt (um ihn dann wiederverkaufen zu können) und dann kommt einer zurück den man bei ebay nur als "Gebraucht" verkaufen könnte...