Sonntag, Oktober 26, 2003

The Guide to Law Online (Law Library of Congress)

The Guide to Law Online, compiled by the U.S. Law Library of Congress, is an annotated guide to sources of information on government and law available online. It includes selected links to useful and reliable sites for legal information throughout the world.

Samstag, Oktober 25, 2003

Zeitumstellung heute nacht

Die Sommerzeit hat natürlich auch eine gesetzliche Grundlage. Eine kurze Übersicht zu Regeln und Grundlagen der Zeitumstellung erscheint mir aus gegebenem Anlass der Zeitumstellung heute nacht nicht fehl am Platze ...

Aktuell zum Thema "Zeit": die Enthüllung eines Mysteriums.

Diplomarbeit zu Websites von Rechtsanwaltskanzleien

Das LAWgical hat Heiko Dobels juristische Diplomarbeit zu Websites von Rechtsanwaltskanzleien vorgestellt. Der 17-seitige Ergebnisbericht (PDF) fasst die statistischen Resultate der Umfrage bei 320 Anwälten (zu 87% männlich) zusammen.

Freitag, Oktober 24, 2003

BGH: Ordnungsgeld gegen C&A wegen Rabattaktion zur Euro-Einführung rechtmäßig

Der Beck-Newsticker meldet, dass die Textilkette C&A das gegen sie verhängte Ordnungsgeld in Höhe von 200.000 Euro wegen Verstoßes gegen eine einstweilige Verfügung des Düsseldorfer Landgerichts bezahlen muss. Das Unternehmen habe in Kenntnis der einstweiligen Verfügung und unter Ausnutzung des durch sie ausgelösten Medienechos die untersagte Verkaufsaktion fortgeführt und dadurch eine erhebliche Umsatzsteigerung erzielt (BGH, Urteil vom 23.10.2003, Az.: I ZB 45/02).

Pro-Bono-Arbeit in Großkanzleien

Das Handelsblatt berichtet heute über die Pro-Bono-Aktivitäten der Großkanzleien. Auch hier passt sich offensichtlich der (eroberte) deutsche Rechtsmarkt so langsam seinen großen angelsächsischen Brüdern an.

Lokales: Kinderuni Berlin-Lichtenberg

Auch das BildungsBlog hat schon darüber berichtet: in Berlin gibt es jetzt die KinderUni Lichtenberg.

Den Kleinen wird dabei bisweilen schwere Kost serviert: "Muss Strafe sein?" fragt der Dozent am 19.11.2003 - immerhin eine der Grundfragen des deutschen Strafrechts, vor allem, wenn man sie mit einer Erörterung der verschiedenen Strafzwecktheorien verbindet!

Donnerstag, Oktober 23, 2003

Dossier zur aktuellen Welle von Abmahnungen gegen Domaininhaber

Eine auch nur halbwegs vollständige Zusammenstellung aller bereits veröffentlichten Materialien, Kampagnen und Forendiskussionen zur aktuellen Abmahnwelle wegen Kfz-Kennzeichen in Domainnamen (vgl. die erste Heise-Meldung) ist nicht zu schaffen. Deshalb soll hier nur auf das Dossier bei Netlaw.de und die laufende Berichterstattung im bLAWg von RA Michael H. Heng verwiesen werden.

Dr. H.-J. Krieger hat außerdem eine Mailingliste für Betroffene ins Leben gerufen.

Das umstrittene Patent wird indes von nicht wenigen Juristen für Satire gehalten. Mittlerweile wurden erste Berichte bestätigt, wonach der mit den Massenabmahnungen beauftragte RA Pasch die Reißleine gezogen hat und das Mandat niederlegt. (Auch) Gegen ihn ermitteln diverse Staatsanwaltschaften, daneben stehen berufsrechtliche Konsequenzen im Raum ...

"Berlin Declaration on Open Access to Knowledge in the Sciences and Humanities"

Heise meldet, dass heute die Repräsentanten der großen deutschen Forschungsorganisationen zum Abschluss einer dreitägigen Konferenz über die Zugangsmöglichkeiten zu wissenschaftlichem Wissen und zum kulturellen Erbe einen Appell an alle Wissenschafts- und Kultureinrichtungen verabschiedet haben, das Internet konsequenter zur wissenschaftlichen Kommunikation und zur Veröffentlichung von Forschungsergebnissen zu nutzen.

Download: Die Erklärung im (englischen) Volltext

Aus dem jurabilis-Archiv ein Beitrag zu den Thesen Prof. Dr. Herbergers zum elektronischen Publizieren in der deutschen Rechtswissenschaft.

Dienstag, Oktober 21, 2003

Online-Fachzeitschrift "PLoS Biology"

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung meldete, dass der Start der neuen, kostenlos zugänglichen Online-Fachzeitschrift "PLoS Biology" ein großer Erfolg war. Zur Debatte in der deutschen Rechtswissenschaft siehe auch diesen Beitrag aus dem jurabilis-Archiv.

Neue Google-Funktion: Definitionensuche

Das Suchmaschinen-Blog meldet eine neue Funktion des Platzhirsches unter den Suchmaschinen: Google findet nun auch (bislang allerdings nur englische) Definitionen.

Einige bunt gemischte Beispiele aus der Welt des Rechts: injunction, plaintiff, impeachment, objection.

Hochschul-Websites auf dem Prüfstand

Der Spiegel und andere meldeten es bereits: wir haben wieder ein neues Ranking! Für diejenigen unter uns, die begeisterte Konsumenten der Hochschul-Rankingflut sind, kommt der diesmal beleuchtete Aspekt gerade recht: ein kritischer Blick auf die Webauftritte der deutschen Hochschulen ist eine willkommene Abwechslung zu Tabellen über Mensaqualität, Studierendenglück und Dozentenmotivation ...

Montag, Oktober 20, 2003

Deutsche Intelligenzkarte

Da sage noch einer, die Bundeswehr habe keinen Sinn mehr. Das Sozialwissenschaftliche Institut der Bundeswehr hat anhand der Daten von 250.000 männlichen Rekruten zwischen 18 und 22 eine im Online-Angebot des Spiegel zu findende Karte der Intelligenzverteilung innerhalb Deutschlands erstellt. Die insoweit "ausblutenden" Gebiete liegen dort, wo man sie - wegen der schlechten gesamtwirtschaftlichen Situation dieser Landstriche - auch erwartet hätte. Erschreckend.

Sonntag, Oktober 19, 2003

Falsche Verifikationsaufforderung im Zusammenhang mit eBay-Accounts

Maximillian Dornseif beschreibt in seinem bLAWg disLEXia den technischen Hintergrund einer aktuellen kriminellen Masche, deren Opfer arglose eBay-Nutzer sind. Mittels spezieller Zeichenkodierungen (Prozentzeichen gefolgt von einer zweistelligen Hex-Zahl) wird dem Nutzer vorgegaukelt, er befinde sich beim - vermeintlich notwendigen - Verifikationsprozess wirklich auf dem Server von ebay.com. In Wahrheit teilt er natürlich einem Kriminellen seine eBay-Zugangsdaten und seine Kreditkartendaten mit.

Bucerius Law School: Verleihung der ersten LL.B.-Abschlüsse

Rainer Langenhan weist auf die Berichterstattung der Bucerius Law School zur feierlichen Verleihung der ersten LL.B.-Zeugnisse hin. Außenstehenden mag sich angesichts der prunkvollen Zeremonie die (auch in den Augen der BLS-Studenten geringe) Bedeutung des LL.B. sicher schwer erschließen, zumal wenn sie lesen, dass Prof. Dr. Günter Hirsch, der Präsident des Bundesgerichtshof, des höchsten ordentlichen Gerichts in Deutschland also, zu den Studenten und Studentinnen sprach.

Die Absolventen und Absolventinnen staatlicher Universitäten bekommen ihre Zeugnisse über das Erste Juristische Staatsexamen in der Regel per schnöder Briefpost ins Haus. Wenn man besonderes Glück hat, spricht der Hausmeister des Studentenwohnheims ein paar warme Worte (und setzt daraufhin eine Frist zum Auszug).

Nur zur Erinnerung: das Staatsexamen steht der ersten Generation der BLS-Studenten noch bevor. Glanzvolle Abschlussfeierlichkeiten dürften schon in Vorbereitung sein ...

Mittwoch, Oktober 15, 2003

Knast.Net - Informationen zum Strafvollzug

Auf der Website Knast.Net wird wirklich umfassend über den deutschen Strafvollzug informiert. Dabei werden - neben geschichtlichen und juristischen Hintergrundinformationen - auch viele praktische Tipps für betroffene Angehörige angeboten. Mailingliste und Brieffreundschaften-Service runden das Angebot ab.

Bibliographix (Literaturverwaltung)

NetBib weist auf ein neues Programm zur Literaturverwaltung unter Word, LaTex und OpenOffice hin. Bibliographix läuft allerdings unter Linux nur mit Hilfe eines Windows-Emulators. Dafür scheint die Zusammenarbeit des Programms mit LaTex außergewöhnlich eng und gut zu sein. Neugierigen steht eine kostenlose Basic-Version zur Verfügung.

Eine sehr gute Übersicht zu den erhältlichen Literaturverwaltungsprogrammen bietet
die entsprechende Seite im JuraWiki.

Mein persönlicher Favorit ist übrigens der gute alte (und vor allem flexible) Zettelkasten, freilich in seiner digitalen Version namens CueCards. Dieses Programm gibt es auch als ältere Vollversion zum kostenlosen Download.

Die Einstellungspraxis der Wirtschaftskanzleien - tempora mutantur ...

Wie plötzlich und unerwartet der juristische Arbeitsmarkt "umkippte", kann man leicht erahnen, wenn man sich einen jumag-Beitrag zur Einstellungspraxis der Wirtschaftskanzleien von September 2001 durchliest. Man glaubt kaum, dass nur zwei Jahre seitdem ins Land gezogen sind.

Sind die Deutschen zu faul?

Etwas abseits des üblichen Themenspektrums dieses Weblogs, aber dennoch ein sicher diskussionswürdiger Artikel im Manager Magazin: "Sind die Deutschen zu faul?".

Bekannt ist, dass die Jahresarbeitszeiten in Deutschland weit unter denen der europäischen Nachbarn liegen (von den USA einmal ganz abgesehen). Weiterhin ist mittlerweile argumentatives Gemeingut, dass auf die demographische Entwicklung (zumindest langfristig) mit einer längeren Lebensarbeitszeit reagiert werden muss, will man die Rentenbeiträge nicht in astronomische Höhen treiben, damit den Faktor Arbeit verteuern und letztlich für noch weniger sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sorgen.

Die Lebensarbeitszeit ist aber nur die eine Seite der Medaille: erhöht man nämlich die Zahl der Stunden, die durchschnittlich pro Jahr gearbeitet werden, so lassen sich natürlich auch auf diesem Wege höhere Beitragseinnahmen erzeugen. Vielleicht sollte dem Einzelnen die Wahl zwischen diesen beiden Lösungen gelassen werden. Nicht zuletzt ist in diesem Zusammenhang natürlich auch das vergleichsweise hohe Berufseintrittsalter in deutschen Landen zu nennen. Ein Jahr früherer durchschnittlicher Berufseintritt entlastet die Rentenkassen in großem Ausmaß.

Und schon ist der Bogen geschlagen zur Juristenausbildungsreform ...

TKG-Entwurf veröffentlicht

Wie der TKRECHT-Mailingliste (und natürlich bereits diversen bLAWgs wie Handakte und Vertretbar) zu entnehmen ist, hat das BMWA heute den Entwurf eines neuen Telekommunikationsgesetzes (TKG) vorgestellt:

TKG-2003-Entwurf als PDF

Entwurfsbegründung und Materialsammlung.

Hintergrundwissen zu Googles PageRank

Die Güte der von der Suchmaschine Google gelieferten Ergebnisse basiert auf dem PageRank-Verfahren (US Patent 6,285,999). Viele Beschreibungen dieser wichtigsten Betriebsgrundlage des Google-Imperiums erschöpfen sich aber in recht allgemeinen, auf den Seiten von Google selbst nachlesbaren Aussagen zum Grundprinzip: neben der Zahl der verweisenden Links findet auch die Bedeutung der verweisenden Seiten (also deren PageRank) Berücksichtigung.

Eine ausführliche Erläuterung des PageRank-Konzepts findet sich auf den Seiten der eFactory. Neben einer detaillierten Beschreibung des Algorithmus geht der Artikel auf alle Gerüchte und potentielle Weiterentwicklungen des Systems ein.