... jurabilis !
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Donnerstag, September 30, 2004
Neuer Besucherrekord im September
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Auch in diesem Monat haben sich die Werte - trotz der schändlichen Beitragsflaute gegen Ende des Monats - weiter verbessert. Vielen Dank allen Besucherinnen und Besuchern! |
Europarecht in Würzburg: „Europajurist/in“ als offizielle Bezeichnung
| Die Absolventen des Begleitstudiums im Europäischen Recht an der Universität Würzburg dürfen jetzt auch die Bezeichnung „Europajurist/in“ bzw. „Europarechtsökonom/in“ führen. Bislang erhielten die erfolgreichen Teilnehmer nur ein wenig beeindruckendes Zeugnis über das Begleitstudium. Die beste juristische Absolventin des Begleitstudiums hieß in diesem Jahr Friederike Lange. Herzlichen Glückwunsch - vielleicht hat sie ja jetzt ein bisschen mehr Zeit für Kommentare bei jurabilis! :-)
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Akademische Rabenväter?
Die einen sind die bewunderten Chefs, die akademischen Lehrmeister. Die anderen sind die lernwilligen Nachwuchsforscher, die sich noch Jahrzehnte später als »Schüler von Professor Meier« bezeichnen – Doktorväter und Doktoranden sind ein ungleiches Paar. Jetzt stellen Deutschlands Doktoranden und Doktorandinnen ihren Professoren ein schlechtes Zeugnis aus: Jeder fünfte Nachwuchswissenschaftler meint, dass sein Professor sich mit dem Thema der Promotion zu wenig auskennt. Fast jeder dritte klagt darüber, dass der Doktorvater ihn nicht motivieren kann. Jeder vierte schimpft darüber, dass sein Betreuer schlecht vorbereitet zu gemeinsamen Treffen kommt. Bei jedem siebten Doktoranden fallen diese Treffen sogar komplett aus: Sie werden überhaupt nicht von ihren Professoren betreut.Manuel J. Hartung hat in der ZEIT schon eine erste Analyse der Ergebnisse der Thesis-Doktoranden-Umfrage vorgenommen. |
Der zweite Korb
| Ich muss einiges nachtragen: Hier also der Referentenentwurf für ein "Zweites Gesetz zur Regelung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft" (besser bekannt als der "zweite Korb"). Auf der DGRI-Herbstakademie wurde nach dem sehr interessanten Vortrag von Stefan Heinz noch heftig über § 52a UrhG, die Situation bei Subito und sogar ein wenig über mein Steckenpferd Open Access diskutiert - überschäumendes Problembewusstsein war allerdings nicht zu konstatieren ...
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Kammergericht zu K-fee
"Wenn der Kläger meint, die weiblichen Brüste seien als (die Dose)Kammergericht, Beschluss vom 21.09.2004 - 5 U 272/03 ("K-Fee"), S. 6 |
DGB lehnt Zusammenlegung der Fachgerichte ab
| Die von den Länderjustizministern ins Auge gefasste Zusammenlegung der Verwaltungs-, Sozial- und Finanzgerichte zu einer einheitlichen Gerichtsbarkeit - siehe auch diesen Beitrag - stößt beim Deutschen Gewerkschaftsbund auf Kritik. Nach Meinung der stellvertretenden DGB-Vorsitzenden Ursula Engelen-Kefer haben sich ausreichend viele Richter zu einem Gerichtswechsel bereit erklärt. Damit könne die durch die Hartz-Reformen bedingte erhöhte Belastung der Sozialgerichte aufgefangen werden und die Notwendigkeit einer Zusammenlegung entfalle.
Hintergründe bei Beck Aktuell (Da soll noch jemand sagen, die geistig flexible "Mutter aller Reformen" - gemeint ist natürlich Ursula Engelen-Kefer - sei nicht in jeder Materie sattelfest! Natürlich wird die Zusammenlegung der Gerichtsbarkeiten erst seit "Hartz" diskutiert ...) |
Mittwoch, September 29, 2004
Jubiläum: 1 Jahr jurabilis!
![]() Genau heute vor einem Jahr wurde ...jurabilis! zum Leben erweckt. Grund genug für eine kleine Feier :-) _____________________________________ |
Freitag, September 24, 2004
Zwischenbericht
| Die DGRI-Herbstakademie in Würzburg läuft auf Hochtouren, die Organisation sorgt für zufriedene Gesichter allüberall, die gemeinsame Einnahme der Mahlzeiten stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl der TeilnehmerInnen, ja selbst das Wetter hat sich erholt. Was will man mehr? :-)
Schade, dass Kollege Kremer (vertretbar.de) heute bereits nach Hause fährt ... |
Mittwoch, September 22, 2004
Blogpause
| Wegen der Herbstakademie der Deutschen Gesellschaft für Recht und Informatik muss ich bis zum Ende der Woche eine kleine Blogpause einlegen. Sollte ich dort ins Netz kommen, gibt es vielleicht einen Zwischenbericht ...
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Dienstag, September 21, 2004
Juristische Masterstudiengänge an der Bond University in Queensland, Australien
| Zahlreiche schnelle Masterstudiengänge im Bereich Rechtswissenschaften bietet die Bond University im australischen Queensland an - wie zum Beispiel den "Master of Laws" (LLM) und den "Master of Business Law" (MBL). Außerdem sind an der Universität Doppelabschlüsse wie zum Beispiel "Master of Laws/Master of Finance" möglich. Nähere Informationen hält die Website der Universität bereit.
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Worte des Tages
"Was wuerde dich die Einsicht kränken:Das legt die Vermutung nahe, dass unser guter alter Mephisto auch eine Dissertation angefertigt hat. Das genannte Zitat habe ich heute einem hochnäsigen Diss-Kollegen in der Mensa zugeraunt, leider etwas schief rezitiert und ohne genaue Quellenangabe ... |
Mal wieder: Procrastination beim wissenschaftlichen Schreiben
Die Angst vor dem Anfangen treibt Studenten in die wunderlichsten Ausflüchte: Da wird lieber die Küche gebohnert als der Computer gefüttert. Gegen den Selbstbetrug hilft stufenweises Arbeiten, sagen Anti-Blockade-Experten.Einige Leute wären sehr enttäuscht, wenn ich den Spiegel-Artikel nicht zitieren würde ... |
Web.de-Club - das Kleingedruckte ...
| Neulich rief mich eine Freundin völlig verzweifelt an, weil sie - nach langer Zeit mal wieder - ihr web.de-Postfach öffnete und dort eine (inklusive Mahngebühren) auf über 100 Euro lautende "Zahlungserinnerung" vorfand. Völlig verzweifelt war sie deshalb, weil sie erstens grade Examen schreibt und zweitens gar nicht wusste, dass und wann sie diesem ominösen "web.de-Club" beigetreten sein sollte.
Offenbar hatte sie sich für eine Gratis-Test-Version angemeldet und leichtfertig übersehen, dass sich das Abo automatisch in ein kostenpflichtiges umwandeln würde. Dieser Fehler scheint allerdings nicht nur ihr unterlaufen zu sein, von den Strategen bei web.de aber sicher nicht so geplant worden zu sein. Welches Geschäftsmodell baut schließlich - statt auf überzeugenden Leistungen - auf der Schusseligkeit der Nutzer auf? Ein weiteres unfreiwilliges Mitglied des Club "web.de" hat sich des Problems auf seine ganz eigene Weise angenommen, wie sich auf dieser Seite nachlesen lässt. |
Albin Eser ad-litem-Richter am Jugoslawien-Gerichtshof
| UN-Generalsekretär Kofi Annan hat mit Wirkung zum 20.09.2004 Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Albin Eser zum ad-litem-Richter des Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) in Den Haag berufen. Im Juni 2001 war Eser auf Vorschlag der Bundesregierung von der Generalversammlung der Vereinten Nationen zum sogenannten ad-litem-Richter gewählt worden. Diese Richter werden bei Bedarf durch den UN-Generalsekretär für die Rechtsprechung in einem konkreten Einzelfall berufen.
Eine Pressemitteilung des BMJ stellt Albin Eser all denjenigen vor, die sich noch nie mit Strafrecht beschäftigt haben und den Namen Eser deshalb nicht kennen ... |
Montag, September 20, 2004
Praktikum bei den UN / VN
| Fristen beachten, Geld organisieren, Fingerabdruck abgeben (Einreise ins gelobte Land!): der lange Weg zum Praktikum bei den Vereinten Nationen in New York. Siehe auch die Informationsseite auf dem UN-Server.
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Studienabbrecher
| Jedes Jahr schmeißen 70.000 junge Menschen ihr Studium hin. Auf dem Arbeitsmarkt hat nur Chancen, wer sich gut verkaufen kann. Die Süddeutsche Zeitung nimmt sich mal wieder des Themas an. Interessant sicher auch diese Website.
Vielleicht schmücken sich ja auch einige Studienabbrecher mit einem gekauften Doktortitel ... |
"Best Of The Blogs": jurabilis vorgeschlagen
| Wie ich meinen Referrern entnehmen kann, wurde ... jurabilis! offenbar in den Rubriken "Best Weblog", "Best Topic" und "Best Journalistic Blog - German" vorgeschlagen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht ...
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Sonntag, September 19, 2004
Großkanzleien: Neueinstellungen in 2004
| Die Zeitschrift AZUR hat eine Übersicht zu den Neueinstellungen der Großkanzleien an deutschen Standorten 2004 sowie zu den "vorgeschlagenen" Billable Hours zusammengestellt.
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Preußischer Sinn für Recht und Ordnung - auch in der MoMA
Eine junge Mutter hat mit ihrem Säugling drei Stunden angestanden, um in die Ausstellung zu kommen. Es war heiß draußen. Den ersten freien Platz auf einer Sitzbank vor einem großen Rousseau-Gemälde nutzt sie, um das Kind zu stillen. Eine Aufseherin weist sie darauf hin, dass sie das hier nicht dürfe. „Ich bitte Sie“, sagt die Mutter, „das schockiert doch heute keinen mehr.“ – „Da haben Sie wahrscheinlich Recht“, sagt die Aufseherin. „Aber essen und trinken ist in der Ausstellung strengstens verboten.“Notiert vom Tagesspiegel. Preisverdächtig auch die folgende Aussage: Das Museum ist überfüllt, die Veranstalter schließen die Schlange. Eine Dame protestiert: „So eine Unverschämtheit! Ich bin extra aus Charlottenburg hierher gekommen.“Wer mich ein wenig kennt, weiß, sehr mich das zum Schmunzeln gebracht hat ... |
Ein Scheißjob
Kollegin Margaret Marks meldet ein im Oktober erscheinendes Buch mit dem schneidigen Titel "Crap Jobs" (Scheißjobs). Dort stehen an der prominenten Position Nr. 6 der Liste der miesesten Jobs die englischen "trainee solicitors", die den deutschen Rechtsreferendaren entsprechen:
"The book describes a trainee who accepted a job at a high street firm for the Law Society minimum wage. He found himself being given a succession of menial tasks by an irritable partner (surely not?), including repairing photocopiers, washing cars, cleaning shoes and spending a month “fighting spiders the size of my head” in archives. His only litigation experience seems to have been apologising to an irate judge after the partner failed to turn up in court." |
Samstag, September 18, 2004
Referrer des Tages
| Für die Suchbegriffe "Porto" und "Buchversand" sollte doch eigentlich eine Informationsseite der Deutschen Post AG an der Spitze der Suchergebnisliste auftauchen - stattdessen nur ein langweiliges Blawg ...
Nachtrag: Gerade taucht auch "Buchversand" und "Verpackung" auf, es ist unglaublich. Bietet das Internet denn keine vernünftigen Hinweise zu diesem doch recht verbreiteten Problem? |
Juristenausbildung - warum Juristen klagen
Achim Wüst bespricht an diesem Nachmittag einen Examensfall aus Nordrhein-Westfalen, "vielleicht kommt der ja auch in Bayern dran". Als Repetitor ist er eine Münchner Institution: Bis zu 70 Prozent der angehenden Juristen besuchen die Veranstaltungen des Repetitoriums Hemmer, dessen Mitinhaber Wüst ist. Rund 160 Euro bezahlen sie monatlich, um sich ein bis zwei Jahre lang fürs Examen fit machen zu lassen. Die Tatsache, dass die große Mehrheit der Studierenden auf den Repetitor bei der Examensvorbereitung nicht verzichten will, das Studium in den Semestern vor dem Examen quasi privatisiert ist, gilt als auffälligstes Zeichen für die Misere der deutschen Juristenausbildung.Irgendwie denke ich, dass ich diesen Artikel von Peter Müller in der ZEIT schon mal erwähnt habe (schließlich datiert er aus 2002), aber schaden kann es nicht ... |
Suchmaschine A9
| Nachdem A9 (im Moment offenbar noch eine Kombination aus Google und Alexa) gegenwärtig in aller Munde ist, habe mir mal eine Runde "vanity search" zum Testen gegönnt ...
Interessant ist als erster Eindruck, dass die Suchbegriffe in der URL der Ergebnisliste ganz einfach an den Slash (/) angehängt werden, also wie eine Verzeichnisangabe erscheinen (Bsp: a9.com/jurabilis). |
Spiel zum Wochenende
| Besser als die populistische Bauernfängerei von PDS, NPD und DVU ist das Spiel "Die Hartz" allemal. Den martialischen Titel muss man als Hommage an Bruce Willis großzügig durchgehen lassen ...
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Originelle Pressemitteilung
In einer gestern veröffentlichten Entscheidung hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass die Rückzahlungsforderungen des Bundestagspräsidenten Thierse in Höhe von 21 Mio. Euro gegenüber der CDU infolge des Parteispendenskandals verfassungsmäßig sind. Das Gericht greift in der Begründung seiner Entscheidung eine Argumentation auf, die maßgeblich mit an der Juristischen Fakultät der Universität Augsburg am Lehrstuhl für Staats- und Verfassungsrecht (Prof. Dr. Johannes Masing) entwickelt wurde.Diese Pressemitteilung ist wirklich mal originell ... |
Freitag, September 17, 2004
Unterbeschäftigung beschäftigt überlastete Verwaltungsrichter
Ein Referatsleiter im Bildungsministerium geht vor Gericht, weil er mehr arbeiten will. Die Aufgaben einer Woche habe er in wenigen Stunden erledigt.Wenn das mal keine Welle auslöst (und Kritikern der B-Besoldungsstufen Wind in ihre Mühlen gibt) ... Mehr bei der Süddeutschen Zeitung |
Angewandtes Halbwissen
"Es kommt u.U. noch "Bildung einer kriminellen Vereinigung",Rechtsauskünfte sind eben doch nichts, wozu man sich durch die regelmäßige Lektüre des Heise-Forums qualifizieren könnte :-) (Auch das Schöffenwesen sieht man bisweilen in einem ganz anderen Licht, wenn man sich mal länger mit gewissen tief im "Volksempfinden" verwurzelten Rechtsgrundsätzen beschäftigt hat ...) |
Donnerstag, September 16, 2004
Komplizierte Studienordnung
Aus naheliegenden Gründen möchte ich die folgende Anfrage anonymisiert wiedergeben (Schöpfungshöhe dürfte knapp verfehlt worden sein):
"Hi, kennt sich jemand mit den Wahlpflichtfächern in Hessen aus?Siehe einerseits die Anlage zu § 1 HessJAO und andererseits § 3 Abs. 3 HessJAO. Es gibt sicherlich ausführlichere Rechtsnormen, die aber dann natürlich zu weit bedeutenderen Themen erlassen werden, so zum Beispiel (Achtung, jetzt kommt eine "urban legend"!) zur Einfuhr von Karamelbonbons ... (oh je, jetzt stoße ich schon ins Horn der plumpen EU-Bürokratenkritik) |
Folterdrohung des Wolfgang Daschner
| Der lange erwartete Prozess um die Folterdrohung des Frankfurter Vize-Polizeipräsidenten Wolfgang Daschner gegen den Entführer des Bankierssohns Jakob von Metzler beginnt am 18.11.2004, wie die dpa am 15.09.2004 aus Justizkreisen erfahren hat. Hauptzeuge vor der 27. Strafkammer des Frankfurter Landgerichts dürfte der wegen des Mordes an dem elfjährigen Schüler zu lebenslanger Haft verurteilte Magnus Gäfgen sein.
Beck Aktuell frischt die Erinnerung ein wenig mit einer Zusammenstellung der damaligen Nachrichten auf ... |
Mittwoch, September 15, 2004
Kammergericht weist Klage von Prinz Ernst August gegen Tageszeitungen ab
Das Berliner Kammergericht hat am 14.09.2004 mehrere Klagen von Ernst August Prinz von Hannover gegen Verlage und Tageszeitungen abgewiesen. Die Zeitungen hatten am 14.08.2003 berichtet, dass der Prinz Anfang Juni 2003 mit 211 Kilometern pro Stunde auf einer französischen Autobahn gefahren und deshalb in Frankreich zu einem Monat Fahrverbot und 728 Euro Strafe verurteilt worden sei. An dieser Berichterstattung fand das Kammergericht nichts auszusetzen.Bei Beck finden sich die Hintergründe. Hat eigentlich jemand mitgezählt, ob der sympathische Prinz von Hannover mittlerweile mit seiner nicht minder sympathischen Ehefrau Caroline gleichgezogen hat, was die Zahl der gerichtlichen Verfahren angeht? Das wird ein königliches Kopf-an-Kopf-Rennen. |
Proleten im Abteil
Bei Überbelegung eines Zuges muss ein Passagier der ersten Klasse auch Fahrgäste der zweiten Klasse in «seinem» Abteil dulden. Das hat das Amtgericht Frankfurt am Main entschieden und den Schadenersatzanspruch eines Fahrgastes der ersten Klasse gegen die Bahn wegen Schlechtleistung abgewiesen.Manchmal beneidet man den zuständigen Referendar um seine eventuell gemachte Erfahrung in der mündlichen Verhandlung: Auch von Fahrgästen der ersten Klasse seien Vollbelegung, Lärmbelästigung durch Telefongespräche und sogar «der hastige Verzehr von Fast Food» hinzunehmen, so das Gericht.Den Kläger würde ich gerne mal sehen. |
Dienstag, September 14, 2004
10 Gründe ...
... warum das Internet eine Bibliothek nicht ersetzen kann. Mir würden sogar noch einige mehr einfallen, aber die Jugend von heute denkt ja leider bereits:
"Was nicht in Google (zu finden) ist, gibt es nicht!" |
Eignungstest
| Wann habe ich eigentlich zum letzten Mal die hier auf einmal so zahlreich mitlesenden Abiturienten und Erstsemester zum Eignungstest gebeten? Auf Seite 19 kommen auch die FH-Wirtschaftsrechtler auf ihre Kosten ...
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München: Fusionieren LMU und TUM?
Die bayerische Staatsregierung plant eine grundlegende Neuordnung am Hochschulstandort München. Das weitestgehende Modell sieht eine Fusion der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und der Technischen Universität (TU) unter dem Namen „University of Munich“ vor. Die vorhandenen Ressourcen würden besser genutzt, die Spitzenforschung gestärkt, heißt es.Die SZ weiß mehr über diese revolutionären Absichten. Die TU Berlin würde sicher weder mit FU noch mit HU jemals fusionieren wollen ... |
Umberto Eco - eine Homestory
Und als ich ihn frage, was er als Autor des Verschwörungstheorie-Klassikers "Foucaultsches Pendel" zu dem fulminanten Erfolg von Dan Browns Verschwörungsthriller und Weltbestseller "Sakrileg" sage, meint er nur: "Ich habe es nicht gelesen. Aber ich kenne jede der dort beschriebenen Theorien. Geben Sie mir fünfzig Euro, und ich schreibe Ihnen dieses Buch. Und zwar besser als Dan Brown."Man muss ihn mögen, diesen Umberto Eco. "Allein unter Büchern", eine Homestory im Reich des gedruckten Wortes. |
Hürde Vorstellungsgespräch?
| Viele Bewerber sind hoch qualifiziert, scheitern aber im Vorstellungsgespräch: Sie wissen selbst nicht, was sie wollen. Allerdings sind die Personalverantwortlichen auch nicht besser vorbereitet, erzählt der Recruiting-Experte Udo Keuchen im Interview mit SPIEGEL ONLINE.
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Montag, September 13, 2004
Humboldt-Magazin
Wenn Sie mehr über die Aktualität Alexander von Humboldts erfahren und gemeinsam mit ihm eine Reise durch den Kosmos unternehmen wollen: Das Humboldt-Magazin gibt es gratis im gut sortierten Buchhandel.Darüber hinaus ist das Humboldt-Magazin auch als 32-seitiges PDF zum Download. Einige Werke von Humboldt hat Netbib im Netz aufgespürt. |
Nationaler Ethikrat gegen therapeutisches Klonen
Mehr als ein Jahr lang haben 25 Experten diskutiert, ob in Deutschland Embryonen zu Forschungszwecken geklont werden dürfen. Nun überwiegt das Nein. Der Nationale Ethikrat hat sich einmütig dafür ausgesprochen, das Klonen von Menschen zu Forschungszwecken in Deutschland „gegenwärtig nicht zuzulassen“.Alles Weitere in der Süddeutschen Zeitung und natürlich in der Presseveröffentlichung des Ethikrats. |
Großkanzleien-Gehälter
| Das Branchenmagazin JUVE hält eine Tabelle mit den Gehältern der Associates in Großkanzleien (Stand: 2003) zum Abruf bereit. Manche Jungjuristen sollen sich ja wirklich an solchen Tabellen orientieren ...
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Sonntag, September 12, 2004
Weiterbildung
| Diese Suchanfrage aus meinen Referrern zeigt, dass manch einer sich bereits Gedanken darüber macht, was die Stunde auf dem Arbeitsmarkt geschlagen hat ...
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Anwaltswissen zum Berufsstart
| Die Rechtsanwaltskammer Koblenz hält die Broschüre Anwaltswissen zum Berufsstart (pdf) zum kostenfreien Download bereit; nicht mehr topaktuell, dennoch mit vielen lesenswerten Hinweisen und Tipps für den Berufseinsteiger, wie das RRef-Gemeinschaftsweblog mitteilt.
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"Schlimmer als Harakiri"
Eine Mutter tötet ihre beiden Kinder, doch die Staatsanwaltschaft stellt das Verfahren ein. Die Entscheidung ist erklärungsbedürftig.Meint der aktuelle Spiegel. |
Deutsches OpenOffice-Forum
| Das Weblog Sozialinformatik meldet, dass es für das beliebte OpenOffice auch ein deutsches Forum gibt.
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Klassifizierung der Juristen
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Du bist Staatsrechtler, wenn... ... Du selbst beim miesesten Regenwetter noch blauen Himmel über Karlsruhe ausmachst (Anmerkung: Wenn Du niemals welchen entdecken kannst, bist Du vermutlich Europarechtler. Wenn Du nicht weißt, was "blauer Himmel" bedeuten soll, bist Du gar kein Jurist ...) ...das Killfile Deines Newsreaders den Namen "allgemeines.register" trägt. Du bist Verwaltungsrechtler, wenn... ...Du sogar Deine Liebesbriefe mit einer Rechtsbehelfsbelehrung versiehst. ...Du Deine Pläne zur Gartengestaltung vier Wochen auslegst und die Nachbarn zum Erörterungstermin einlädst ...Du "BNatSchG" fließend wie ein gewöhnliches Wort (also nicht als Abkürzung) aussprichst ...Du schon mindestens eine Polizeibarriere wegdiskutiert hast Du bist Zivilrechtler, wenn... ...Du aus einem Laden kommst ohne zu wissen, was Du gekauft hast - dafür kannst Du sicher sagen, wie viele Verträge Du dort geschlossen hast ...Du "Flaschenpfand" für einen grauslig falschen Begriff hältst ...Du weißt, was "Haifischfleisch" auf Norwegisch heißt ...Du gerne an einer Kaffefahrt teilnehmen würdest, aber keine Einladungen mehr bekommst ...Du auf Online-Shopping-Seiten nicht zum Einkaufen kommst, weil Du bei der Lektüre der AGB ständig Lachanfälle kriegst Du bist Sozialrechtler, wenn... ...Du bei Parties Dich intensiver mit Medizinern unterhälst, als mit Juristen ...oftmals die Dicke der Handakte umgekehrt proportional zur Vergütung ist ...Du GdB und MdE unterscheiden kannst ...Du die Austauschseiten bei den Ergänzungslieferungen des Aichbergers mindestens 4 Jahre aufbewahrst Du bist Arbeitsrechtler, wenn... ...Du vor der Trennung von deinem Partner mit ihm einen Sozialplan vereinbarst ... Du Erfurt als die eigentliche Hauptstadt von Deutschland ansiehst (Gefunden im Doktorandenforum) |
Samstag, September 11, 2004
Deutsches Rechtswoerterbuch (DRW)
| Blawg-Nörgler Dr. Klaus Graf weist - ungewohnt begeistert und sich ausnahmsweise jeglicher Kritik enthaltend - darauf hin, dass auch das Deutsche Rechtswörterbuch (DRW) online (jedenfalls mit den Buchstaben A-Q) abrufbar ist. Auf das Deutsche Wörterbuch der Gebrüder Grimm habe ich ja bereits an anderer Stelle hingewiesen.
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juris-Gratiszugang (vier Wochen)
| Die Kollegen von Mindermeinung.de weisen darauf hin, dass juris ("Vollkommen im Recht") einen vierwöchigen Gratis-Schnupperzugang anbietet. Da viele junge Juristen gar nicht mehr ohne juris arbeiten können, seit sie an den Universitäten mit Gratiszugängen süchtig gemacht wurden, wird dies sicher auf große Resonanz stoßen.
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Urheberrecht ("Zweiter Korb"): ein Aufruf
Was koennen Sie tun?Eberhard Hilf auf der Mailingliste Inetbib |
Weltbank: Bürokratie lähmt deutsche Wirtschaft
| Der Bürokratieaufwand in Deutschland ist einer Studie der Weltbank zufolge nach wie vor sehr hoch (siehe Beck Aktuell). Kritisch angemerkt wird, dass es trotz aller Bemühungen um Bürokratieabbau in Deutschland immer noch 45 Tage dauere, bis der Gründer eines Unternehmens alle bürokratischen Hürden überwunden habe, berichtet «Spiegel online» am 10.09.2004. Nach Ansicht von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) entstehe dadurch allerdings ein verzerrtes Bild. «So lang sind die Zeiten nicht», sagte er dem «Handelsblatt».
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Traumkarriere im Auswärtigen Dienst
Aus welchem Land kommt der Nachfolger von Horst Köhler an der Spitze des IWF? In welchem Land liegt der Aconcagua? Wo und wann fand die Dreikaiserschlacht statt? Als Hauptpreis winkt nicht eine Million Euro, sondern die Aussicht auf eine internationale Karriere als Diplomat, mit lebenslanger Jobgarantie als Beamter.Die SZ beschreibt das strenge Auswahlverfahren. |
Freitag, September 10, 2004
Bundesratsinitiative für Erweiterung des elektronischen Rechtsverkehrs
| Der Rechtsausschuss des Bundesrats hat sich auf Antrag der Länder Bremen und Rheinland-Pfalz am 08.09.2004 dafür ausgesprochen, das Internet als vollwertiges Veröffentlichungsmedium für gerichtliche Bekanntmachungen zuzulassen. Die Justiz erhofft sich nach Angaben des Bremer Justizsenators Henning Scherf (SPD) von dieser Maßnahme eine Verbesserung des Services für die Bürger bei gleichzeitiger Senkung der Kosten für Gerichte und Parteien.
Siehe auch: Viefhues/Scherf, Elektronischer Rechtsverkehr - eine Herausforderung für Justiz und Anwaltschaft, MMR 2001, 596 |
Justament - neue Ausgabe online
| Die neue Ausgabe des beliebten Magazins Justament ist online abrufbar. Diesmal stehen der Sport und seine rechtlichen Implikationen im Mittelpunkt des Heftes.
Viel Spaß bei der Lektüre! |
"Ich Mach's Online" - Gesprächskreis auf dem EDV-Gerichtstag
| Während des 13. EDV-Gerichtstags, der ab kommenden Mittwoch (15.09.) in Saarbrücken stattfindet, veranstalten Ralf Zosel und Jochen Notholt nun schon zum zweiten Mal einen Gesprächskreis zu freien juristischen Online-Projekten (wozu auch Blawgs gehören!). Der Gesprächskreis beginnt am Donnerstag, 16.09., um 15.00 Uhr in Hörsaal Nr. 119. Jeder Interessierte, der noch nicht persönlich von den Veranstaltern eingeladen wurde, darf sich herzlich eingeladen fühlen!
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